00:00:00: Und Frauen wurden jahrhundertelang am Stickrahmen winzi-kleine Monogramme stickend im privaten Raum kreativ ruhig gehalten und jetzt sticken wir riesengroß, im öffentlichen Raum.
00:00:18: Wir sind da und wollen Gleichberechtigung!
00:00:23: Die Stimme die du gerade gehört hast gehört Katharina Zybulka Katharina setzt dich hin, der Netz wurde zerstört.
00:00:32: So möchte ich diese Geschichte beginnen die eigentlich mit einer Baustelle in Innsbruck startet Ein Gerüst ein riesiges Netz das wurde von Hand bestickt und Einsatz dem mit einem Wort beginnt Solange!
00:00:44: Seit im Jahr zwei Tausend Achtzehn hängt Katharina Diese Sätze in den öffentlichen Raum Mittlerweile an fünfunddreißig Orten in verschiedenen Ländern Und dass natürlich auch in verschiedenen Sprachen Und ein Netz von ihr hing sogar zwei Blocks vom Weißen Haus entfernt.
00:01:01: Katharina ist Künstlerin, durch und durch... ...und wir sprechen in dieser Folge über verschiedene Dinge.
00:01:08: Wir sprechen über Sichtbarkeit auch über Angst Auch über Mut Weil Mut ja auch ansteckend ist Und über die Frage wie lange es Feminismus noch braucht.
00:01:19: Ich wünsche dir jetzt viel Spaß mit dem Gespräch Mit Katharina Zipulka.
00:01:24: Wenn es eine Sache gibt die du im Podcast vermitteln möchtest, Katharina.
00:01:30: Welche eine Sache wäre das?
00:01:40: Schön wäre wenn es für alle Menschen, die hier zuhören ganz klar wird dass wir alle Menschen sind und die gleichen Chancen und Möglichkeiten haben sollen.
00:02:00: Warum denkst Du ist das gar nicht so klar?
00:02:06: Also für mich ist das eben total klar und natürlich lerne ich auch noch täglich und sehe, wo ich selber noch falsch erzogen wurde von der Gesellschaft.
00:02:24: Ich staune dass für so viele Menschen das total unklar ist Je nachdem, was für Geschlecht sie haben oder welche Hautfarbe sie haben.
00:02:38: Oder welcher religiösen Zugehörigkeit, welchen sozialen Status sie haben, privilegierter Sinn, gescheiter Sinn als andere Menschen und sich über die anderen stellen.
00:02:54: Wie würdest du gerne die Welt hinterlassen?
00:03:00: Wann würdest Du sagen das war ein erfülltes Leben.
00:03:10: Ich habe das Glück dass ich etwas gefunden habe was ich sehr sinnstiftend nennen würde, wenn ich meine Arbeit finde.
00:03:26: Ich habe für mich schon sehr viel erreicht, was das betrifft und mir ist das soziale einfach auch sehr wichtig.
00:03:40: also eingebettet sein in eine wunderbare Familie Großfamilie in dem Fall, in einem sehr schönen Freundeskreis.
00:03:49: Ich darf eben was sehr sinnstiftendes arbeiten.
00:03:53: also ich jetzt gerade bin ich sehr erfüllt von all diesen Dingen und wie ich die Welt verlassen möchte?
00:04:02: Also ich denke es ist ganz... Mir wird immer wieder nachgesagt dass sich für viele junge Menschen ein Roll-Model bin, ein Vorbild bin.
00:04:13: Das freut mich natürlich total und ich hoffe dass sich ganz viele Menschen animiere sich auch für gesellschaftspolitische Dinge einzusetzen und aktiv zu bleiben.
00:04:32: Wie würdest du deine Arbeit beschreiben?
00:04:37: Also ich bin Künstlerin Ich sauge die Welt auf!
00:04:46: Ich bin sehr neugierig Ich bin sehr amteuerlustig, ich habe sehr viel schon gesehen und erlebt.
00:04:56: Und all diese Dinge verbinden sich jetzt immer mehr und mehr, merke ich umso älter ich werde... ...und ich darf Projekte machen die inzwischen gesehen werden!
00:05:11: Das ist einfach total eine schöne Sache als Künstlerin weil viele Jahre oder auch viele Künstlerinnen und Künstlern arbeiten ja großartig.
00:05:23: Und werden nicht gesehen, und Sichtbarkeit ist ja etwas ganz was Wichtiges wenn du was zeigen und was ausdrücken willst.
00:05:33: Mir ist es gelungen auf zweihundert bis tausend Quadratmeter groß etwas zu zeigen im öffentlichen Raum das gesehen wird sehr schön und auch ein großes Privileg und ein großes Glück.
00:05:47: Und ja, das ist meine Arbeit!
00:05:52: Wie viel Glück war es dann tatsächlich?
00:05:55: Und wieviel war es die Eigeninitiative von dir, dass es so weit kommt?
00:06:00: Es waren sehr viele Eigeninitiativen.
00:06:03: Also ich habe viel investiert, sehr viel investieren auch ohne dass ich gesehen wurde.
00:06:13: Ich bin in einem Umfeld sozialisiert und habe einen Partner, muss ich auch dazu sagen der das nie in Frage gestellt hat sondern mich immer motiviert hat weiter zu machen was auch ein großes Glück ist.
00:06:31: Und irgendwann hatte ich die richtige Idee zum richtigen Zeitpunkt und sehr viele Menschen die mich unterstützt haben.
00:06:43: mit so ganz kleinen Dingen wurde eben mein Projekt so lange veröffentlicht und gesehen, publiziert usw.
00:06:56: Und dann hat sich das auch wieder sehr langsam, also an dem arbeite ich ja jetzt schon seit acht Jahren, hat sich es zu etwas Großen entwickelt.
00:07:05: Wo sind die Grenzen von solange?
00:07:22: Die Grenze ist natürlich immer wieder die Gesellschaft Das Patriachat, die Strukturen, das Festhalten an alten Struktulen.
00:07:36: Das ist die Grenze oder diese Grenze ist sowas harte.
00:07:41: Ich würde sagen es ist die Linie an der ich arbeite und die ich versuche ein bisschen aufzuweichen oder aufzudehnen damit sie durchlässig wird, diese Grenzen.
00:07:59: Nochmals, um auf den Sinn zurückzukommen und auf deinen Werdegang.
00:08:04: Wann hast du diesen Sinn zum ersten Mal erfasst?
00:08:06: Weil man kann ja den Sinn darin sehen.
00:08:09: durch mich kommt etwas in die Welt Kunst beispielsweise oder den Sinn da drin sehen.
00:08:15: Man schafft es Themen verschiedene Themen zu verbinden und etwas daraus zu gestalten.
00:08:21: auch das kann Sinn sein Menschen zu berühren.
00:08:23: Auch das kann sinn sein eine Idee haben Und sichtbar zu sein.
00:08:29: Auch da kann man einen Sinn darin sehen.
00:08:33: Worin siehst du den Sinn?
00:08:35: Oder wann erkennst du, dass du einen Sinn siehst in einer Sache?
00:08:42: Wie gesagt ich bin Künstlerin und habe das alles nicht geplant sondern Kunst ist schon Berufung.
00:08:51: also ich hab andere Dinge studiert ursprünglich und auch gelernt und wollte eigentlich Kommentaristin werden, ich habe beim Film gearbeitet.
00:09:06: Ich bin Filmemacherin und habe das alles gelernt weil ich sehr neugierig bin eben auch sehr gern mit Menschen rede und mir auch sehr gerne ihre Geschichten und ihre Leben anhöre Und habe aber gemerkt dass meine Projekte immer ein bisschen anders sind und dass ich sehr persönlich arbeite anderes interessiert, was eigentlich gar nicht zu innen Mainstream passt.
00:09:34: Also irgendwann wusste ich als Dokumentaristin im Fernsehen werde ich nicht weit kommen weil meine Filme einfach anders waren und experimenteller oder eben nicht zum Mainstream.
00:09:50: Und dann eröffnete ich mich immer mehr diesen künstlerischen Gedanken und bin darauf gekommen dass das eigentlich total mein Feld ist.
00:10:00: Diese Sinnsache hat sich dann auch erst mit der Zeit immer mehr gezeigt und meine Projekte haben ja immer einen sehr persönlichen Hintergrund.
00:10:11: Ich fange bei mir an, also bei dem Stachel, der in meiner Haut steckt sozusagen das was mich ärgert, das was ich bedrückt, aber auch total erfreut.
00:10:26: Also etwas, was emotional in mir da ist mach ich meistens ein Projekt raus und da geht es dann aber nicht um mich, sondern das ist wie eine große Projektionsfläche für sehr viele Menschen.
00:10:42: Was sich so feststelle eben auch mit diesen Themen zu tun haben und oft gar nicht das Wissen und erst dann drauf kommen wenn sie sehen
00:10:56: Wie würdest du den Zuhörerinnen erklären was solange ist?
00:11:04: Solange ist ein partizipatives Kunstprojekt im öffentlichen Raum.
00:11:11: Wir, mein Team und ich, besticken Gerüstnetze auf Baustellen – also Gerüstmetze die sowieso dort sind, auf riesengroßen Gerüsten auf Bausstellen mit feministischen Sprüchen.
00:11:25: Die immer beginnen mit solange.
00:11:28: dann kommt ein Missstand, ein gesellschaftspolitischer und endet mit bin ich Feministin!
00:11:35: Und inzwischen, ich habe das in Innsbruck begonnen dieses Projekt und inzwischen gibt es fünfunddreißig von diesen Netzen in neun Ländern.
00:11:45: In sieben Sprachen und drei Dialekten.
00:11:50: Es ist ein sehr großes Projekt geworden weil es eben zeigt wo wir stehen und was noch alles notwendig ist bis wir Gleichberechtigung und Gleichstellung erreicht haben.
00:12:07: Hattest du Angst, dass du das Projekt begonnen hast?
00:12:15: Ja.
00:12:16: Also als ich das Konzept schrieb habe ich mich total gefreut, dass diese Idee kam.
00:12:24: Hatte da eigentlich auch wieder riesenglück weil es war im Jahr zwei tausendsechzehn hab ich das eingereicht bei Kunst im öffentlichen Raum Tirol und Man muss dieses Projekt dann innerhalb von zwei Jahren realisieren, wenn man diese Förderung bekommt.
00:12:39: Und ich hatte gerade ein anderes Projekt, an dem ich arbeitete und habe das einfach ein bisschen aufgeschoben.
00:12:46: Und im November of two thousand seventeen habe ich das Projekt vorbereitet, die Technik erfunden wie wir es überhaupt realisierend ist.
00:12:55: Das Besticken von einem vierhundert Quadratmeter großen Netz.
00:12:59: also das ist ja unglaublich!
00:13:01: Aufwand auch und dass das dann die Schrift da gerade ist usw.
00:13:08: Dann im Februar, haben wir dieses erste Netz in Innsbruck montiert und im drei vier Monate davor kam Me Too.
00:13:17: also plötzlich war Feminismus in aller Munde und es war ein Riesen-Movement Und ich habe mich richtig auf diese Welle draufsetzen können, zufällig.
00:13:29: und deshalb hat es dann auch so gut funktioniert.
00:13:32: Ich vermute hätte ich im Jahr zwei Tausend Siebzeiten dieses Projekt begonnen wo Feminismus gerade ganz alt war, wäre das vielleicht so eine Eintagesfliege gewesen, wo wir halt dieses erste Netz machen und dann vielleicht noch ein zweites und das wär's gewesen.
00:13:48: Und ich denke mal dass ist eben so schön wenn man immer wieder spürt, dass die richtigen Dinge zum richtigen Zeitpunkt kommen.
00:13:56: und vielleicht habe ich mir damals gedacht, jetzt mach's doch endlich.
00:14:01: Und hatte vielleicht auch schon schlechtes Gewissen, worum mich solange auch schieb aber es war dann genau der richtige Zeitpunkt.
00:14:09: Und ob ich Angst hatte?
00:14:10: Am Anfang hab' ich bei der Montage des ersten Netzes schon extrem aufgeregt wie wird das funktionieren?
00:14:19: Wie wird das aufgenommen?
00:14:20: Wird es sofort zerstört?
00:14:22: Werde ich öffentlich kritisiert.
00:14:25: Also all diese Dinge spielen natürlich immer mit, genau!
00:14:35: Wie hat sich dann die Freude und die Angst weiterentwickelt?
00:14:41: Die Freude ist einfach riesig weil ich erstens ein ganz tolles Team habe von fünf Frauen Und diese Zusammenarbeit mit diesen vier weiteren Frauen Ganz was Besonderes.
00:14:57: Und als Frau wird man ja so sozialisiert, dass... Denkt mal an die Mythologie, denken wir in die Geschichte, denken wie an Märchen und so weiter, das Frauen ja immer ein bisschen gegeneinander arbeiten.
00:15:12: Also dann gibt es Wörter wie Stutenbissigkeit oder die böse Stiefmutter, die bösen Schwestern.
00:15:19: Oder denken wir an Hollywoodfilme, da sind dann immer die Frauen ... kämpfen um einen Mann.
00:15:26: Also es ist immer so ein Gegeneinander und ich erlebe eben unglaublich schönes Miteinander in diesem Frauenteam Und das erleben zu dürfen und dann auch vorleben zu dürfen, jetzt zum Beispiel wieder meiner Tochter.
00:15:44: Weil ich denke es ist ja immer ganz wichtig was wir anderen vorleben.
00:15:49: Das ist einfach ganz etwas Besonderes.
00:15:52: also von dem heißt die Freude groß.
00:15:53: Die Freude ist groß dass es so aufgenommen wird, dass sich sehr viel Presse bekommen.
00:16:00: wird einfach in vielen, vielen Ländern gezeigt.
00:16:04: Mir geht es nicht um die Presse, mir geht's um die Streuung, dass das jetzt nicht im Innsbruck hängen bleibt sondern dass es rausgeht.
00:16:12: Das ist ganz wichtig.
00:16:16: Von dem heißt die Freude ganz groß und mit der Angst umgehen lernen.
00:16:20: Das habe ich lernen müssen.
00:16:22: wir haben in Marokko ein Netz montiert... ...in Rabatt und da hatte ich monatelang schlaflose Nächte weil einfach richtig Angst hatte, dass ich da zu weit gehe.
00:16:37: Da ist er sich in einem so patriarchal geführten Land wie Marokko als Europäerin, als Österreicherinnen ein feministisches Netz aufhängen und deshalb haben wir uns besonders lang Zeit gelassen und vier Monate getextet.
00:16:53: bis eben der richtige Satz dann da war durfte ich schon sehr viel mit meiner Angst arbeiten.
00:17:06: Ist dann die Angst weniger geworden?
00:17:08: Also wenn das aufgehängt wird und es vergehen Wochen, mehrere Wochen Monate, wird dann die angst automatisch weniger?
00:17:20: oder war es ein gezieltes Arbeiten und ein bewusstes Hinschauen?
00:17:25: warum ist Angst da oder was kann passieren?
00:17:29: Naja, ich denke mir Angst wird immer dann weniger wenn wir etwas immer wieder machen und bemerken es geht gut aus.
00:17:38: Dann kann man die Angst langsam loslassen und sich mit anderen Emotionen beschäftigen.
00:17:46: Ich habe sicher das Glück dass bis jetzt sehr wenig passiert ist.
00:17:54: Es ist einmal ein Netz richtig zerstört worden in Slowenien, in Ljubljana.
00:17:59: Da hatte ich auch richtige Angst und habe verspürt was es bedeutet wenn man eingeschüchtert wird also durch Gewalt eingeschüttert.
00:18:10: das war jetzt nicht gewalt an mir meinem Körper aber meinen Kunstwerk und war sehr sehr in Angst und hab auch schon überlegt ob ich mich so einschüchtern lasse.
00:18:21: Und dank meines Umfelds muss ich jetzt auch wieder sagen, um meine Familie habe ich dann weitergemacht und bin einfach habe mich konzentriert auf das Positive.
00:18:32: Und habe mir von dieser Angst nicht überwältigen lassen.
00:18:36: Weißt du noch was in Marokko gestanden hat?
00:18:40: Und auch in Slowenien?
00:18:43: Ja natürlich!
00:18:45: In Marokco war es ein Satz auf Englisch und auf Arabisch also wir haben auch gestickt mit der kaligrapischen arabischen Schrift, was im öffentlichen Raum in Marokko am Museum des Königs, des derzeitigen Mohamed VI.
00:19:03: gegenüber von Königspalast schon eine sehr große auch Provokation hätte sein können.
00:19:09: und dort stand übersetzt ins... oder ich sage es auf Englisch Rules is more important than following our hearts.
00:19:26: I will be a
00:19:26: feminist.".
00:19:30: Diesen Satz haben wir deshalb getextet, weil die Regeln, die Traditionen einfach oft so stark sind dass wir gar nicht mehr auf unser Herz achten können Und vielleicht das Herz uns eh ein bisschen leiten würde und sagen würde, hey, das ist eigentlich überhaupt nicht okay oder es passt nicht.
00:19:56: Aber die Traditionen so stark sind dass wir uns lieber an diesen Festhalten anstatt weiterzugehen mit der Zeit und auch mit dem Herzen und diese Tradition immer wieder hinterfragen.
00:20:20: Auf dem Netz in Slowenien stand... Das war Unser poetischer Spruch, das war nämlich in der Coronazeit.
00:20:29: Wo wir sehr verunsichert waren alle auch in der Zeit wo Trump und Biden gerade diese Wahl noch nicht klar war wer wird gewinnen?
00:20:40: Und da war der Satz As long as the hope with bread is stronger than fear we face I will be a feminist.
00:20:51: Also es ging um die Angst und um die Hoffnung.
00:20:56: Und ich denke, die Person, die das Netz zerstört hat war richtig zerstörter.
00:21:00: also es war kein kleines Ding.
00:21:03: Die hat sich einfach total aufgeregt am Wort Feminist innen und hat gar nicht gelesen was da gestanden ist sondern das war das Triggerwort.
00:21:15: Also eine impulsive Reaktion?
00:21:17: Einfach?
00:21:19: Ja Gewalt!
00:21:22: Sache von Gewalt.
00:21:23: Das war alles in einer Zeit, wo Yannis Jensha, Premierminister war ein Mann, einen Rechtspopulist der sehr aufgerufen hat zur Spaltung.
00:21:37: also es war eine ganz harte Zeit.
00:21:42: und dann passierte das mit meinem Netz Auf einem renommierten Museum, eine internationale Künstlerin.
00:21:52: Ein Kunstwerk wird zerstört und die Medien dort haben das superkontextualisiert, haben das ganz toll aufgearbeitet und das Museum hat entschieden sie lassen das Netz jetzt zerstördhängen um zu zeigen was passiert wenn wir mit dieser Aggression und mit dieser Spaltung weitermachen.
00:22:14: von dem her war das sehr gut, was die draus gemacht haben.
00:22:22: Zudem hat einen Menschen so unglaublich geärgert, was da steht oder was wir da machen, dass er keine Worte fand es auszudrücken sondern zu Gewalt greifen musste, was mich schon sehr
00:22:39: erstaunt.".
00:22:42: Wie hast du davon erfahren?
00:22:44: Hat dich das Museum kontaktiert oder hast du's über die Medien erfahren?
00:22:48: Natürlich, es hat mich die Korridorin angerufen und hat gesagt Katarina setzt dich hin.
00:22:57: Dein Netz wurde zerstört und dann hat sie mal Fotos geschickt und ich war wirklich total im Schock.
00:23:03: also ich habe eine richtige Angstzustände bekommen.
00:23:07: das jetzt... Männer vor meiner Tür hier in Innsbruck stehen.
00:23:11: Und ich wurde dann aber super beruhigt eben von meinem Mann und von meiner Familie, von meinen Freunden und Freundinnen, die einfach gesagt haben du da wird nichts passieren.
00:23:24: Du bist sicher und geschützt und ich habe nach ein paar Tagen einfach wieder Mut gefasst und hab mir gedacht ok ich mach weiter.
00:23:36: Was war denn das nächste Projekt?
00:23:39: Das nächste Projekt war im dann lustiger Weise auf dem Stadtfahrturm in Klagenfurt und auch wieder ein slovenischer Satz, also ein deutscher und ein slovänischer Sat.
00:23:50: Also in Kärnten gibt es ja diese Zwei-Sprachlichkeit die ja auch ein großes Thema ist und das hatten wir schon produziert und das war ein paar Wochen vor der Montage.
00:24:00: also von dem her war das auch gut dass wir schon so drinnen waren und dann haben wir das dort montiert Fünfzig Meter Höhe, da kam niemand drauf und es zu zerstören.
00:24:16: Wie waren da dann die... also hast du da noch Reaktionen mitbekommen?
00:24:20: Wie wurde das denn aufgenommen?
00:24:21: Also ich bekomme immer ganz viele Reaktionen.
00:24:24: bei dem Netz war's wieder sehr lustig weil den Text der Stand auf dem Stadtpfadum so lange manche Herren glauben Gott zu sein bin ich Feministin Und der Satz kommt gar nicht von uns, weil die Sätze kommen ja üblicherweise von mir und meinem Team.
00:24:47: Sondern vom Pfarrer Allmayr, der nicht nur Pfarrers ist sondern der Dompfarrer ist von Klangfurt.
00:24:58: Den habe ich nämlich um Erlaubnis gebeten dass ich diesen Stadtpfarrdom bespielen darf.
00:25:04: Also eine Baustelle zu bekommen ist das Schwierigste, also ich bekomme nur Absagen.
00:25:09: und auch er war sehr kritisch und hat dann wir hatten einen Zoom-Treffen in der Coronazeit.
00:25:15: Ich habe ihm das Projekt vorgestellt und er hat dann gesagt ja okay das findet er jetzt eigentlich schon recht interessant aber es steht und fällt mit dem Satz den wir anbieten Und nach zwei Tagen bekam ich von ihm eine Mail.
00:25:29: Sehr geehrte Frau Ziebulka.
00:25:30: Ich hatte nun zwei schlaflose Nächte, aber dafür habe ich den Satz.
00:25:35: Nämlich so lange manche Herren glauben Gott zu sein bin ich Feministin und da haben wir gedacht okay der kommt von einem Mann der Kirche der ist super war alles in einer Zeit wo der Kurz unser Bundeskanzler sehr Gott gleich waltete, da hat es gerade diese Caritas-Affäre gegeben.
00:25:58: Es war auch alles sehr eingebettet in dieser politischen Zeit und man dachte vielleicht dürfen manche Herren auch mal hinterfragen ob sie wirklich Gott sind was Sie ja schon glauben?
00:26:12: Und die Reaktionen waren auch wieder interessant weil der Satz hat gar nicht so polarisiert.
00:26:17: aber die Tatsache dass wir ein slovenisches Netz aufhängen Auf dem Stadtpfaddom in Klagenfurt war wieder der viel größere Aufreger.
00:26:27: Was ja auch wieder so lustig ist, also über was man sich immer aufregen kann.
00:26:34: Über was regst du dich auf?
00:26:40: Gute Frage!
00:26:42: Ich reg mich auf über Engsternigkeit oder Starheit natürlich über all diese Dinge die... wie Sexismus, Gewalt gegen Frauen.
00:27:03: Also all diese Dinge können mich sehr aufregen und dieses Aufregen transformiere ich dann und mache große Kunstwerke damit es nicht bei mir hängen bleibt sondern damit möglichst viele Menschen wiederum sehen dass das ein Thema ist das uns alle betrifft.
00:27:29: Irgendjemand hat einmal geschrieben, sie macht es so groß.
00:27:32: Also sie zeigt die Dinge so groß im öffentlichen Raum dass sogar die kurzsichtigen Männer lesen können.
00:27:40: und mir geht's ja nicht nur um die Männer sondern um die Menschen.
00:27:44: und ich denke Ja Es ist eine Projektionsfläche und viele schauen hin und kommunizieren im besten Fall dann und sagen, was sollen das?
00:27:57: Was ist denn das?
00:27:58: Aber Hauptsache sie kommunizieren.
00:28:00: Und weil dann kann sich natürlich auch etwas verändern.
00:28:03: Das ist mein großer Wunsch!
00:28:07: Wenn du dir einen Platz wünschen könntest wo ein Kunstwerk von dir hängt... Wo wäre das?
00:28:15: Und was würde da draufstehen?
00:28:23: Also ich hole jetzt ein bisschen aus.
00:28:27: Im Jahr zwanzig, einundzwanzig saß ich im Zug von Innsbruck nach Wien und dann kam eine E-Mail vom National Museum of Women in the Arts in Washington DC.
00:28:41: Ja hallo wir sind eben dieses Museum, wir renovieren gerade dieses riesige Museum two blocks away from The White House.
00:28:51: Wir haben eine tausend Quadratmeter große Fläche für sie.
00:28:54: werden sie interessiert mit uns zusammenzuarbeiten?
00:28:58: Ja, natürlich war ich interessiert und wir haben dann einen ganzen Prozess gestartet.
00:29:04: Inzwischen ist das ja ein partizipativer Prozess weil ich als Katharina in Innsbruck nicht sagen kann was ist das gesellschaftspolitische Thema in Washington?
00:29:13: Also wir bekommen dann zwei bis fünfhundert Sätze aus Washington solange Sätze Und wir haben dieses Netz dann montiert.
00:29:23: zwanzig-zweiundzwanzig Super Sache, two blocks away from the White House.
00:29:29: Also man hat wirklich vom Weißen Haus diese New York Avenue auf das Netz sehen können und ich habe mir gedacht wow wir sind so nah am Zentrum der Macht!
00:29:40: Wir sind jetzt... wird wirklich bald was passieren wenn wir schon so nah dran sind?
00:29:49: Ja das war im Jahr zwanzig zwei an zwart.
00:29:51: Jetzt haben wir zwanzigs sechsundzwanzig und wir sehen was sich verändert hat.
00:29:57: Was so ein Kunstwerk im öffentlichen Raum zu machen in Washington ist, wäre überhaupt nicht mehr möglich.
00:30:04: Die Black Lives Matter Street ist abgebaut.
00:30:07: Ich darf wahrscheinlich gar nicht mehr einreisen.
00:30:10: Wir sehen in was für einer Zeit wir gerade leben In was für einen Backlash wir gerade Leben.
00:30:16: Und auf deine Frage zurückzukommen damals war das Kapitol eingerüstet vom Sturm aufs Kapitol und ich eine wunderschöne große Fläche und da würde jetzt gern hin Da würde ich jetzt gerne hin und einen solange Satz machen, was da drauf steht.
00:30:32: Das schaffe ich so schnell nicht zu beantworten weil wir texten eben monatelang damit der Satz dann wirklich sitzt.
00:30:40: aber das wäre sicher ein wichtiger Satz und ein schöner Satz.
00:30:46: Man weiß du dass das der Satze ist also spürt man das?
00:30:52: Befragst Du andere.
00:30:56: Also wie gesagt es eine Teamarbeit mit meiner solange Partnerin Tina Thiemel, die ist Kommunikationswissenschaftlerin und ein totales Sprachentalent.
00:31:09: Und mit der Margarete Klausen sitzt in Berlin und ist auch eine unglaublich gescheite Frau, die sich geopolitisch sehr gut auskennt – wir spielen Ping-Pong!
00:31:24: Wir haben dann ein Thema oder mehrere Themen Wir haben eine WhatsApp-Gruppe und es wird die ganze Zeit hin und her gespielt.
00:31:32: Und Ideen gesammelt über Wochen, vieles mitten in der Nacht natürlich weil da halt dann plötzlich mal aufwacht und sich denkt ach das ist wieder ein super Satz oder gutes Thema.
00:31:43: Und wir kommen dann immer näher und näher an das was man eigentlich sagen wollen und dann wird jedes Wort auch noch auf die Waagschale gelegt.
00:31:51: also wir haben einen ganz strengen Register.
00:31:54: also es ist immer ohne Anklage.
00:31:57: Also es ist nicht, die Frauen sind das Opfer und die Männer sind das Täter.
00:32:03: Das interessiert mich nicht.
00:32:05: diese Dualität Es gibt nicht gut oder böse sondern ganz viele Noirs.
00:32:10: natürlich Wir versuchen fast immer das Wort Nicht zu vermeiden Ist uns quasi immer gelungen obwohl so lange ja eigentlich ein Nicht impliziert.
00:32:22: Und wenn wir wissen dass jedes Wort einfach Passt energetisch, dann fragen wir noch ein paar Menschen aus dem Umfeld die uns wichtig sind.
00:32:33: Die das Projekt begleiten und natürlich unsere Projektpartnerinnen dürfen natürlich auch mitentscheiden.
00:32:40: Wollen sie auf ihr Gerüst diesen Satz schreiben?
00:32:43: Die müssen ja dahinter stehen!
00:32:45: Und dann wird er gestickt und dann wird der veröffentlicht.
00:32:50: Ich seh'n', dass es natürlich eine enorme Kraft hat sowas im öffentlichen Raum in der Größe zu dem Thema.
00:32:58: Welche Kunst hatte gegenüber dir die größte Kraft und die größten Auswirkungen?
00:33:05: Von anderen Menschen?
00:33:07: Ja, genau!
00:33:13: Ich möchte es gar nicht Namen nennen aber mich fasziniert immer am meisten mutige Menschen also die etwas machen was Mut erfordert.
00:33:30: das spürt man ja ist es was mich berührt und ich, also Größe finde ich schon auch ziemlich toll.
00:33:40: Also so große Sachen habe ich auch immer sehr fasziniert.
00:33:46: Sehr plakativ wenn man so möchte oder?
00:33:51: Naja, es gibt ja viele Künstlerinnen und Künstlern die groß arbeiten.
00:33:56: Und das gar nicht so unbedingt plakativ ist, sondern also die Größe muss schon einen Sinn ergeben.
00:34:00: Also wenn ich jetzt an die Louis Bourgeois denke, die diese riesengroßen Spinnern macht weil sie aber auch ihre Kindheitstrauma darst mit zeigen möchte, weiß ich nicht ob das jetzt plakativ ist würde ich nicht sagen, sondern die Größer ist Mittel zum Zweck Und meine Größe ist ja auch Mittel zu zweck.
00:34:24: Also, diese Netze sind bestickt und Frauen wurden jahrhundertelang am Stickrahmen winzi-kleine Monogramme stickend im privaten Raum kreativ ruhig gehalten.
00:34:39: und jetzt sticken wir riesengroß im öffentlichen Raum und sagen Ja Wir sind da und wir wollen Gleichberechtigung Wir sind gut gebildet, wir sind gut ausgerüstet.
00:35:00: Warum stellt sich eingeschlecht über das andere?
00:35:05: Oder warum dürfen die Privilegien so ausgelebt werden von der Hälfte der Menschheit und wird die Andere einfach bewusst
00:35:18: unterdrückt?".
00:35:19: Also ich frage mich, warum Männer das auch wollen.
00:35:24: Es ist für mich ganz unklar.
00:35:29: Hast du eine Vermutung?
00:35:32: Na ja natürlich sind Privilegien, es sind ganz klare Privilegen die nicht so gerne angeschaut werden.
00:35:42: Die müssen ja nicht einmal verändert werden diese Privilegn oder aufgegeben werden.
00:35:45: Das ist ja die große Angst dass man Privilegend aufgeben muss.
00:35:48: Ich glaube viele... mal diese Privilegien anerkennen würden, dann würde sich schon sehr viel verändern.
00:36:00: Nur die meisten Männer sind sicher dieser Privilegend gar nicht bewusst weil sie ja von der Geburt aus in diesem System leben.
00:36:17: und warum soll ich etwas verändern wenn ich nicht einmal weiß dass es ein Problem ist?
00:36:28: Ich habe noch drei Fragen an dich, Katharina.
00:36:33: Man fragt dir ab und zu was möchtest du noch machen?
00:36:35: Was möchteste du erreichen oder welche Chance möchtes du noch ergreifen?
00:36:41: Mich würde interessieren was willst du in Zukunft nicht mehr machen?
00:36:45: weil das ist ja die große Kunst nicht hinzufügen sondern weglassen auch zu einem gewissen Teil.
00:37:00: Also was mir ganz wichtig ist was ich mich wirklich bemühe Nicht schwarz-weiß zu denken, sondern eben sehr viele Grautöne zuzulassen und zu erkennen.
00:37:22: Also das ist jetzt natürlich eine sehr abstrakte Antwort.
00:37:27: Ich möchte nicht über meine Grenzen gehen.
00:37:37: Das habe ich gelernt Und hoffe dass es mir Nicht mehr passiert.
00:37:50: Wie findest du zu dir zurück?
00:38:02: Ich bin sehr gut eingebettet und also sozial eingebättet, das ist natürlich eine Erdung.
00:38:10: ich habe zwei wunderbare Kinder die mich auch erden.
00:38:16: Ich arbeite viel mit jungen Menschen Die erden mich auch Und ich bin sehr gerne in der Natur und geh in den Wald, und gewalt baden.
00:38:33: Und hol mir da auch wieder sehr viel Energie zurück und Ruhe zurück.
00:38:39: Ich kann mich einfach über viele schöne Sachen erfreuen!
00:38:47: Das ist natürlich dein Tirol oder deinen Innsbruck schon auch sehr einfach.
00:38:51: Oder relativ einfach würde ich sagen weil es soviel Schönes zu sehen gibt und zu erleben gibt
00:39:00: Stimmt, ja.
00:39:01: Und die Natur ist ein Regenerationsapparat, wenn man es macht.
00:39:06: Er resettet uns sehr gut für unsere mentale Gesundheit.
00:39:12: Hast du Dinge von der Natur in deine Kunst übernehmen können?
00:39:16: Auch für deine solange Projekte?
00:39:26: Also im solangen Projekt wahrscheinlich am wenigsten.
00:39:29: aber ich mache ganz viele unterschiedliche Projekten... Ich arbeite eben sehr gesellschaftspolitisch, mache auch Projekte zur Demokratie zum Frieden und zu Migrationsthematik.
00:39:42: Damals habe ich z.B.
00:39:45: mit sechzig Jahren alten Dachschindeln gearbeitet die ich als Grenze aufgebaut habe wieder aufgereiht habe und diese Grenze der alten Tachschinde ist dann durch ganz viele verschiedene Länder gewandert.
00:40:03: Das ist jetzt mit Natur gearbeitet, weil das eben Holz ist.
00:40:06: Also verrotterndes Holz mit sehr viel Geschichte, weil natürlich jede Dachschindel sehr viel schon erlebt hat.
00:40:13: Sechzig Jahre lang den Witterungen ausgesetzt war und halt auch Mose drauf lieben usw.
00:40:24: Also es ist zum Beispiel eine Arbeit, wo ich mit dem Naturmaterial Holz gearbeitet habe.
00:40:31: also aber so So Landart, andere Projekte mache ich ja nicht gar nicht.
00:40:38: Die Natur ist eher so mein Energie-Drink oder meinen Energiezustand den ich mir
00:40:47: hole.".
00:40:49: Und dann habe ich noch eine Frage, Katharina?
00:40:51: Was möchtest du noch
00:40:52: sagen?".
00:40:55: Wie lange haben wir Zeit?
00:40:58: Solange du möchtesst!
00:40:59: Solange... Ja, gibt immer so viel zu erzählen.
00:41:04: Ich denke bei so einem Gespräch ... Könnt man jetzt ewig weiterreden.
00:41:10: Also ich von meiner Seite, weil es gibt so viel zu sagen.
00:41:13: Aber was möchte ich noch sagen?
00:41:15: Ich würde alle Menschen einladen sich mehr mit ihren eigenen Privilegien auseinanderzusetzen und sich mehr zu öffnen für neue Systeme würde mir wünschen, dass wir dieses Thema Gleichberechtigung oder Geschlechter hinter uns lassen können.
00:42:01: Damit man uns jetzt in der Zukunft wirklich den wichtigen Dingen, den noch viel wichtigeren Dingen oder nicht noch viel Wicht, das ist gar nicht wichtiger.
00:42:10: Aber den wichtigen Dimendien, die uns jetzt anstehen nenne ich Frieden, Klima und so weiter gemeinsam widmen können.
00:42:17: Und sind immer mit diesen alten Dingen solange damit aufhalten.
00:42:27: Da fordere ich alle auf aber vor allem die lieben Männer da einfach einmal genauer hinzuschauen und zu schauen, was da einfach los ist.
00:42:39: Weil wir leben in einer Zeit wo die ganzen ... In einem Backlash, wo die Menosphere sehr zunimmt... junge Männer in ihrer Unsicherheit sich immer mehr antocken an diesen alten Systemen der Härte und der Stärke.
00:43:01: Wir haben Politiker an den Spitzen, die auch diese Härte- und Stärke- und Kriegsführung wieder ausleben.
00:43:12: Die Suizidrate ist aber gleichzeitig bei Männern sehr hoch.
00:43:15: Es gibt sehr viel psychische Belastungen bei jungen Männern.
00:43:19: Also ich denke, in was für einer Zeit leben wir gerade Und warum wollen wir das eigentlich?
00:43:27: Also von dem her hätte ich jetzt so viel zu sagen an alle Eltern, sage ich.
00:43:37: Wir sollten wirklich schauen dass wir jetzt alle zusammenhalten damit man stark sind für die Zeit die jetzt kommt.
00:43:49: Loslassen ist glaube ich da die Quintessensur.
00:43:53: Gedanken, Erwartungen, Autosymbolen loslassen und anerkennen, was halt wirklich zählt.
00:44:06: Wer sind wir als Menschheit wenn wir permanent unserer Umgebung schaden?
00:44:17: Also was macht das mit uns?
00:44:18: und wer sind wir dann?
00:44:20: Wir sind ja Resultat aus unseren Handlungen oder?
00:44:29: Eigentlich sehr oberflächlich, oder?
00:44:31: Sind wir?
00:44:33: Ja
00:44:33: definitiv!
00:44:34: Also wenn wir uns immer so festhalten an vielleicht schon sehr überalteten Strukturen, auch sozialen Struktoren und glauben die geben uns Halt.
00:44:52: Aber eigentlich sind sie verhärtet und verstarrt.
00:45:02: Es wäre doch so schön und so wichtig, dass man sich öffnet eben all dieser Schönheit und all diesen zeitlichen Wandel auch.
00:45:10: Und mitgeht mit der Zeit und sieht okay diese verhärteten Strukturen kann man loslassen und schauen und offen sein.
00:45:19: Da braucht man auch Mut natürlich was dahinter ist.
00:45:23: Mut ist ganz wichtig!
00:45:26: Was ganz was Tolles bei.
00:45:27: Mut ist ansteckend und ich merke umso mutiger ich bin was ich natürlich sehr viel sein muss, umso ansteckender ist es und umso mehr darf ich einfach auch das Leben erleben.
00:45:47: Ich hole Kunst!
00:45:49: Und ich glaube hier öfter man ja den Mut unter Beweis stellt dass du mutiger wird man ja also die Zone erweitert sich.
00:45:56: ja und desto mehr kann man dann andere im Endeffekt abholen mitnehmen auf die gemeinsame Reise und anstecken, ja wie du gesagt hast.
00:46:06: Das ist sehr schön.
00:46:09: Vielen Dank Katharina!
00:46:11: Ja danke für die Einladung und danke fürs Gespräch.
00:46:15: Danke, danke dir weiter in alles Gute.
00:46:17: Dankeschön.