00:00:00: Schauspielen bedeutet nicht verbergen, sondern enthüllen.
00:00:03: Die Stimme die du gerade gehört hast gehört Thomas Lackner.
00:00:09: Er ist Stimmtrainer und er ist Schauspieler und das war für mich eine ganz besondere Folge weil wir über viele Dinge sprachen.
00:00:16: Wir sprachen über Authentizität und was eigentlich ein authentisches Auftreten ausmacht.
00:00:25: Wir Sprachen über Missverständnisse rund um dieses Thema aber auch über gelebte Rollen, über Selbstzweifel, über Chancen die nicht ergriffen wurden.
00:00:37: Es war eine sehr spannende Folge und ich rechnete nicht damit dass sich am Ende bei der Frage die ich immer stelle was möchtest du noch sagen?
00:00:49: ein Gedicht von Hermann Hesse höre?
00:00:52: Und ich wünsche dir jetzt viel Spaß mit dem Gespräch mit Thomas Lackner.
00:00:58: Was sagt deine innere Stimme zu dir, Thomas?
00:01:01: Im Moment oder
00:01:02: generell?
00:01:03: Genau.
00:01:12: Meine innere stimme sagt zu mir und es ist natürlich jetzt ganz schwierig für mich das auf eine Aussage zu reduzieren weil sie spricht vieles.
00:01:24: meine innere stimme spricht oft Zweifel aus selbst zweife.
00:01:33: Dann sagt meine innere Stimme, dass was ich tue über das wir vielleicht auch noch sprechen werden macht mir eigentlich Spaß und ich will das weiter tun.
00:01:41: Dann sagt der innere stimme mal eigenem Morgen immer so es ist schwierig zu sagen von einer inneren Stimme zu sprechen.
00:01:48: und eine Aufsage
00:01:50: wenn du mal die äußere stimme beleuchtest die was du nach außen gibst weißt du dass du mit deiner eigenen stimme sprichst und dass das du bist was du?
00:02:03: Das ist eine weitere subtile Frage.
00:02:10: Dadurch, dass ich diese vielen verschiedenen Berufe habe – mich ganz viel auch natürlich mit Stimme und Sprechen und Interpretation von Dingen beschäftige – muss ich gestehen... Ich hab so das Gefühl, das Leben ist immer ein Spiel und man stellt unterschiedlichste Rollen dar, verkörpert unterschiedliche Rollen sowohl im Privatleben als auch beruflich….
00:02:40: Ich würde sagen, alles zusammen die meine Stimme ist und ich in den unterschiedlichsten Rollen unterschiedliche Aspekte und Facetten dieser Stimme hörbar mache.
00:02:52: Das ist jetzt eine sehr diplomatische Antwort, ich weiß es aber das wäre meine Antwort.
00:02:59: Ist das nicht der Kern dass man in den verschiedenen Rollen auch dann am Ende dahinter steht bei dem was man tut?
00:03:07: Weil wie du gesagt hast also du nimmst verschiedene Rollen ein Aber du verkörpersst ja dann am Ende diese Rolle.
00:03:15: Ich glaube, es ist nicht jeder einzelne Rolle die totale Stimme in ihrer Ganzheit sondern eine Facette davon.
00:03:27: Mein Ansatz im Schauspiel letztendlich, dass es Max Reinhard hat gesagt, Schauspielen bedeutet nicht verbergen, sondern enthüllen.
00:03:36: Das heißt, jede Rolle Facetten in sich birgt, die ich entweder von mir kenne oder die ich in mir entdecken muss.
00:03:47: Und dann fließen diese Facetten eine Rolle ein und die Facetten passen für die Rolle oder sind angebracht.
00:03:54: Andere Facetten wiederum sind in der Rolle nicht angebracht.
00:03:57: Also ist es eigentlich jede Rolle und da würde jetzt sagen eine Theaterrolle oder eine private Rolle oder eine berufliche Rolle ist man eigentlich immer in der größten möglichen Authentizität, aber oft nicht zur Gänze.
00:04:12: Weil manches nicht angebracht ist.
00:04:15: Wenn jemand spricht – weil du bist ja auch Sprachtrainer und du beobachtest die Menschen im Gespräch – erkennst Du von außen wann jemand authentisch ist?
00:04:26: Und wann nicht?
00:04:35: Also das Thema Authentikität.
00:04:39: ich muss jetzt ein bisschen wie ein Politiker ausweichen.
00:04:41: zunächst einmal Bevor ich mich auf diese Antwort einlasse, das Thema Authentizität ist natürlich eines.
00:04:47: Wenn man so Themen wie Stimme sprechen, Präsentationen auftreten und errichtet immer Eines dass gerne vorgeschoben wird sage ich jetzt einmal als Entschuldigung dafür, dass man an den alten Mustern hängen bleiben möchte Das wird dann für authentisch gehalten.
00:05:06: Ich hatte zum Beispiel in einem Training, kann ich mich erinnern.
00:05:08: Ich habe bei der Uni Innsbruck einen Lehrauftrag angehende Lehrende und der stand also irgendwie sehr schräg da mit beiden Händen in der Rosentasche eher unterspannt als sonst was und hat gemeint das ist er und so is'er und das i's authentisch.
00:05:26: Und als wir dann drüber gesprochen haben dass allein schon für die Ökonomie der Stimme diese Haltung nicht die gesündeste ganz abgesehen von seiner Präsenz, Ausstrahlung und Wirkung als kompetente Lehrperson hat er gesagt ja aber so fühlt es sich halt gut.
00:05:43: Und wenn er das andere machen muss dann ist das nicht authentisch und fühlt sich unangenehm an.
00:05:48: Und da habe ich gesagt also sowohl das eine wie das andere hat mit Authentizität zunächst einmal nichts zu tun.
00:05:54: sind letztendlich gelernte oder zulernende?
00:05:58: Wir sind ja auch eigentlich nur als Menschen ein Resultat unseres Lebensweges, würde ich sagen.
00:06:05: Das heißt... Ich weiß gar nicht von wem der Satz ist!
00:06:08: Von Nietzsche vielleicht Werde, der du bist?
00:06:11: Keine Ahnung.
00:06:12: das kann auch sein dass es von jemandem ganz anderen ist.
00:06:15: Ich glaube darum geht's eher, dass man sehr authentisch auf die Welt kommt.
00:06:22: Dass einem viel von dieser Authentizität genommen wird in der Erziehung und Schulbildung Auf dem Lebensweg, den man geht.
00:06:36: Man wird abgeschliffen und getränkt oder bedrängt.
00:06:40: Und dann landet man in irgendetwas, was man letztendlich für die eigene Authentizität hält.
00:06:48: Ich glaube tatsächlich – und das ist sicher einer meiner für mich philosophischen, lebensphilosophischen Hintergründe – es geht letztendlichen darum wieder diese Freiheit eines Kindes zu finden!
00:07:01: Du hast es ja selber vorhin gesagt, man hat immer auch wenn's um Fokus geht.
00:07:05: Man hat immer... Eigentlich ist das Spannende weil man die Entscheidungsfreiheit hat und sich entscheiden kann Und dann glaube ich kommt man immer mehr wieder zu seiner Authentizität oder findet seine eigentliche Authentikität erst und ob das Die Lebensaufgabe ist oder die Vision ist wie auch immer man es nennen möchte plötzlich landet man bei etwas wo man vielleicht sagt Ja Das ist es.
00:07:34: Und wenn du mich jetzt als nächste Frage gleich fragst, ob ich das schon gefunden habe.
00:07:37: Nein, das war
00:07:38: nicht die Frage gewesen
00:07:39: Thomas!
00:07:41: Dann kann ich sagen, ich weiß es nicht.
00:07:44: Ich würde eher interessieren wie legst du bei Menschen dann diese Schicht für schichtfrei?
00:07:49: Weil wenn du sagst da war jemand und der war in seinen Mustern und hat gesagt dass bin ich eben und das ist mein authentisches Sein und du gesagt hast das geht ja darum wieder dieses Kind zu entdecken Deine Aufgabe als Sprech-Trainer von außen so gezeichnet, du bist dafür da das frei zu legen was bereits da ist.
00:08:11: Wenn man so möchte bei den Menschen.
00:08:13: aber wie legt man diese Schichten
00:08:15: ab?
00:08:16: Wie legt Man das frei was in einem liegt?
00:08:19: Das ist eine interessante Frage.
00:08:21: jetzt habe ich währenddessen selber nachgedacht.
00:08:23: Ich glaube tatsächlich dass das Arbeiten mit Stimme und sprechen eine Art von Körpertherapie Und dadurch, dass die Stimme der ganze Mensch ist also Vergnüpfung Körpergeist zähle berührt man mit dieser Körperarbeit auch Geist und Seele.
00:08:44: Das heißt letztendlich würde ich sagen wäre mein Trainingsansatz das Menschen natürlich.
00:08:51: mit diesen ganzen sage ich jetzt einmal Mustern diese gelernt haben Verhaltensmustern plus das was unser autonomes Nervensystem natürlich macht auf so eine hoch stressige Situation wie vor Menschen zu sprechen mit Kampf- oder Fluchtreflexen antwortet, muskulären Verhärtungen, Panzerungen antwortete.
00:09:12: Sehe ich meine Aufgabe eher darin auf spielerische Art und Weise zunächst einmal wieder eine ja muskulere und körperliche Freiheit herzustellen?
00:09:26: Als zweiten Schritt auch die zweite Ebene ist für mich immer das Thema Atmung.
00:09:34: auf der Ebene der Atmung wieder eine Freiheit herzustellen und Verkramfungen zu lösen.
00:09:43: Die Verkampfung unter Anführungszeichen, ich weiß es ist ein böses Wort aber die Verkampfung liegt ja schon darin dass wir sagen Wir müssen Atemübungen machen.
00:09:51: oder wenn jemand sagt nein entspann dich einmal schnaufe mal tief durch Ist eine aktive Handlungsaufforderung zum atmen.
00:09:57: Atmen ist aber letztendlich etwas was der Körper kann seit wie auf dieser Welt sind bis zu unserem letzten Atemzug Und es geht auch darum, das Vertrauen wieder zu finden.
00:10:08: Dass der Körper den Atem, den wir verbraucht haben ersetzt als dass wir Luft holen müssen für etwas und das schafft eine große Freiheit.
00:10:20: also zu entdecken, dass ich nicht meinem Atem mit meinen Willen etwas aufzwinge.
00:10:25: Da fällt meine Geschichte aus meinem Leben ein.
00:10:27: Ich habe mich sehr viel Atemtherapie und atempädagogik interessiert und bin hier in Innsbruck zu einer fantastischen Atem, Pädagogin und Therapeuten gegangen.
00:10:38: Die ich übrigens auch sehr nahe lege als Gesprächspartnerin die Gudrun Fuchs Buchhauer.
00:10:44: Und da bin ich hingegangen wenn mich das einfach interessiert hat und dort habe Ich mich auf dich sage immer baare gelegt.
00:10:51: es ist natürlich eine Liege so wie immer wenn man zu einem Physiotherapeut oder Therapeutin geht und haben mir gedacht ma jetzt zeige ich hier also, dass Atem mein Thema ist und dass ich so tief und bauch und alles kann.
00:11:04: Und sie hat dann irgendwie so an mir herum geschüttelt und den Arm genommen und den Fuß genommen und bewegt und ich immer, na du kannst machen was du willst, ich ziehe meinen Atem durch und dann hat sie gesagt, was machst du da eigentlich?
00:11:16: Eigentlich geht es ja darum das der Atem die Freiheit hat auf alles wieder reagieren zu können.
00:11:22: Das heißt diese Konzepte etwas ist technisch oder etwas muss funktionieren oder ich will aufzugeben.
00:11:33: Also und dann enthüllen sich Dinge, dann kommen Dinge zum Vorschein wo man kann nicht vielleicht weiß dass sie zum Vorschenkommen werden.
00:11:43: Stimme genau dasselbe.
00:11:44: es geht eigentlich um ein spielerisches Entdecken der eigenen Stimme unter Möglichkeiten Und auch da, wenn wir nur vom Klang sprechen.
00:11:54: Die Stimmbänen der Stimmen lieben mir erzeugen in einem Klangspektrum unser Resonanzraum.
00:11:58: vor allem der bewegliche Resonansraum des Mund- und Rachenraums filtert gewisse Frequenzen daraus und daraus entstehen sage ich jetzt mal die Vokale und unsere Sprache und unser stimmlicher Ausdruck.
00:12:11: Und wenn wir also anfangen, uns quasi selber jetzt hier – ich sage immer, ich hoffe, ich darf das sagen in diesem Medium an den Nähhammer-Kiefer sag' ich immer denken.
00:12:21: Da ist natürlich eine extreme Panzerung und Einschränkung der Freiheit da!
00:12:25: Wenn man aber anfängt, den Menschen die Möglichkeit zu geben diese Freiheit auch im Klang zu entdecken dann passieren plötzlich Dinge.
00:12:34: Aber sie müssen natürlich im Zuge dieses Trainings Manchen persönlichen Schatten springen und da wird es dann plötzlich zur Persönlichkeitsentwicklung.
00:12:48: Da kommen plötzlich Erinnerungen hoch, woher kommt das eigentlich?
00:12:51: Dass ich mich so verhalte oder dass ich so bin also die Stimme ist... Das liest man ja auch immer wieder die persönliche Visitenkarte eines Menschen.
00:13:01: Und dieser Visiten-Karte kann man mehr Freiheit geben.
00:13:05: durch Lösen sage ich jetzt einmal von Blockaden, von Vorstellungen, von Willensakten.
00:13:17: Ja diesen Dingen.
00:13:19: Das war wieder eine lange Antwort oder?
00:13:21: Alles gut!
00:13:22: Ich höre das ja so gerne zu.
00:13:25: Wenn du auf Menschen schaust was hält dann die Menschen am meisten zurück dieses Kind zu entdecken?
00:13:36: also ist es ein Muster was besonders häufig vorkommt dass man nicht loslassen kann, nicht los lassen will.
00:13:46: Ich habe vorhin an das imaginäre Publikum gedacht immer, dass man diese Bewertungen vor Augen hat, diese Bewerbungen im Kopf hat.
00:13:54: was ist wenn ich mich nach außen so gebe wie ich bin?
00:13:59: Was ich denke?
00:14:00: Was sich sein könnte?
00:14:01: Wie reagieren dann die Menschen darauf?
00:14:03: Man stellt sich das imaginare Publikums vor, dass das ein Hemmnis sein könnte.
00:14:09: oder was nimmst du war in deiner Arbeit.
00:14:17: Also das, was du ansprichst ist sicher ein Punkt.
00:14:22: Das formuliere ich eigentlich immer so, dass ich sage auf einer Bühne herrschen eigene Energien – nämlich diese Energien des Angeschauten und des Beurteiltwerdens.
00:14:36: Und ich beziehe das dann auch durchaus auf ein Zweigespräch weil wir da und das ist ja das, Wenn wir jetzt mit Schulz von Thun sprechen würden, dann würden wir sagen so das innere Team die innere Mannschaft schaut zu und da gibt es den Ehrgeizigen und da gibts denen der Gewinnen will.
00:14:50: Und die fangen dann auch an zu beurteilen.
00:14:53: Das blockiert Menschen ja!
00:14:56: Es ist der Gedanke etwas richtig oder dass etwas richtig?
00:15:00: Oder falsch sein könnte.
00:15:02: Wir sind einfach und das geht natürlich auch in Richtung unseres Schulsystems, unseres Lernen.
00:15:13: Wir sind natürlich eine Gesellschaft von vielen Menschen die in dieser Masse wahrscheinlich schwer als Individuen zu händeln sind.
00:15:25: Das heißt wir müssen einfach sechsunddreißig Kinder in eine Klasse stecken Und die müssen halt einen Weg gehen.
00:15:32: Und da ist eigentlich ganz egal, ob dann oder weitgehend egal, weil es gar nicht die zeitlichen Ressourcen gibt und auch noch von einer Lehrperson nicht die Ressursen gibt, dass hier thirty-six individuelle Wege gefördert werden.
00:15:46: Das heißt, er funktioniert natürlich sehr viel über ihn.
00:15:49: ein Kastelstecken Aufgaben lösen das ist richtig.
00:15:52: das ist falsch Weil wenn man bei jedem Individuum darüber nachdenken müsste, wie kommt es auf eine Lösung?
00:15:59: und dann entdeckt eigentlich ist der Lösungsansatz spannend.
00:16:02: Und interessant!
00:16:06: Aber es entspricht halt nicht dem Massengedanken.
00:16:09: aber man könnte obwohl da vielleicht irgendeine Verrechnung jetzt, wenn Mathematik ist natürlich das härteste weil da kann man ja wirklich irgendwie sagen dass eins plus eins ist halt zwei und nicht drei.
00:16:22: Wer weiß, was dahinter steckt.
00:16:23: und vielleicht steckt da etwas dahinter wo man sagt wow das ist eigentlich total spannend.
00:16:27: Da zeigt sich bei diesem Kind ein Weg der führt dann vielleicht nicht in die Mathematik aber ganz woanders hin.
00:16:33: Aber wenn dieses eine Fach nicht gekonnt wird In der Volksschule dann ist es schon schwierig in einem Gymnasium zu kommen.
00:16:40: also Und da habe ich das Gefühl da fängt die Einkastelung an.
00:16:45: Aber natürlich hat es auch damit zu tun, dass wir bei unseren Urengsten oder Urbedürfnissen Teil der Gesellschaft sein und nicht abgelehnt werden.
00:16:53: Auch das spielt eine Rolle.
00:16:55: Es ist der alte Widerstreit zwischen Gesellschaft und Individuum, dass da eine Rolle spielt.
00:17:06: Denkst du, wir werden in Zukunft weniger sprechen?
00:17:15: Das hoffe ich nicht!
00:17:18: Also...
00:17:19: War ja eine schlimme Welt.
00:17:23: Ich kann nur sagen, ich erinnere mich an die Corona-Zeit und musste über Zoom unterrichten.
00:17:27: Auch da haben wir gesprochen ... Wenn du das jetzt meinst, weiß ich nicht ob du wirklich face to face meinst oder ob du meinst tatsächlich weniger sprechen?
00:17:36: Weil dafür würde ich keinen Grund sehen!
00:17:38: Wenn du sagst es geht mehr über Medien und über Kameras und dann vielleicht aber auch das finde ich nicht super.
00:17:45: Ich dachte eher weil die Kommunikation über Jets ja zugenommen hat über den letzten Jahre Und vielleicht ist das etwas, was sich erweitentwickelt.
00:17:53: Dass die Kommunikation abnimmt, dass man mehr auf Kurz-Nachrichten setzt als wie auf den echten Dialog mit Menschen oder auch die Konfrontation mit Menschen.
00:18:03: Also dass man sich den leichteren Ausweg sucht über... Man schreibt einfach schnell eine Nachricht anstatt die Menschen einfach anzurufen und mit ihnen zu sprechen Dinge zu erklären.
00:18:15: Das ist spannend!
00:18:16: Ich... Also wenn man jetzt davon ausgeht dass eigentlich in unserer menschlichen Evolution wir von unserem Setting her gemacht sind für Kleingruppen, für einen kleinen Stamm- oder Familiengemeinschaft.
00:18:39: Dann würde ich ja fast sagen unsere Gesellschaft.
00:18:46: durch Telefonreichweiten des Reisens der beruflichen Vielfalt bürdet uns eigentliches Menschen viel zu viel Kommunikation auf.
00:19:00: Also ich glaube, es passiert mehr Kommunikations- kommunikation als wofür wir gemacht sind.
00:19:07: und vielleicht ist dieses was du jetzt ansprichst das Chatten und nicht mehr überall hinfahren müssen?
00:19:13: Vielleicht ist das auch wieder eine Reduktion auf die Kommunik... also eine Annäherung sag' ich mal an die Kommunicationsmasse für die wir eigentlich gemacht sind wenn wir jetzt vom Sprechen reden.
00:19:26: Das natürlich schreiben, genau so eine Kommunikation ist es eh klar!
00:19:34: Also ich würde das sprechen immer dem Schreiben vorziehen weil ich finde den persönlichen Kontakt einfach viel viel spannender, viel viel wichtiger... Es passiert auch mehr, finde ich als beim Schreiben.
00:19:48: aber das ist meine persönliche Meinung.
00:19:51: Wie hast du deine Berufung entdeckt für dich?
00:19:56: Welche von dem Beruf wurden?
00:20:00: Ich kann gerne kurz meinen Weg erzählen, einen kurzen Abrissen.
00:20:06: Ich bin also aus Wien, ich habe ursprünglich, als ich maturiert habe eigentlich nicht gewusst was ich studieren soll.
00:20:12: Ich hab gemerkt meine letzten Klassen im Gymnasium waren irgendwie geprägt so ein bisschen Musik, wir hatten einen ganz fantastischen Musiklehrer der Musicals geschrieben hat wo ich dann auch mit gespielt habe und mir den Freund gemeinsam Regie übernommen hab.
00:20:32: Wir hatten eine fantastische Deutschlehrerin ne Zeit lang die uns immer Tonaufnahmen vorgespielt hatte.
00:20:38: Ich erinnere mich Oscar Werner zum Beispiel das wird vielleicht viel nix mehr sagen ein Wienerschauspieler der durch seinen Rezitationstil sehr in den Bann gezogen hat.
00:20:49: Ich hatte immer den Traum.
00:20:50: Ich kann mich erinnern, ich bin dann heimgekommen und wollte diese Sachen auch so lesen können aber... ...ich habe nie wirklich ein Instrument gelernt gehabt.
00:21:00: Ich habe ein bisschen Klavier gelernt oder ein bisschen Blockflöte gelernt, aber es war nicht Thema bei uns zu Hause.
00:21:06: Und dann hab' ich mir gedacht was ist das nächste an der Musik dran ohne Musiker zu sein?
00:21:11: Was ja absurd ist eigentlich!
00:21:13: Aber es war so, dass war das Thema Musikwissenschaften.
00:21:16: Ich hab da in Wien Musikwissen studiert Hab dann die Vorlesungen absolviert, hab Raph mir eine Prüfung gemacht.
00:21:24: Bin bis kurz vor die Diplomarbeit gekommen und habe dann gemerkt ich weiß eigentlich gar nicht worüber ich schreiben soll und hab das Studium Adapter gelegt Und hab Tontechnik gelernt.
00:21:35: Also ich war dann eineinhalb Jahre bei der SAE Das ist quasi eine Welt weit um Ich weiss gar nicht mehr ob es die gibt überhaupt Eine weltumspannende Tontechniker-Privatausbildung.
00:21:46: Ich hatte einen Institut in Wien, da habe ich gelernt und bin dann mit diesen beiden Studien das eine nicht abgeschlossen und das andere halt als Diplom abgeschlossen zum ORF gegangen.
00:22:02: Habe gesagt hier bin ich, ich würde gerne
00:22:04: moderieren.".
00:22:06: Und der Maximilian Blumenkron war damals, der war der Musikchef von ÖA-I hat gesagt ja Herr Lackner wer sind Sie?
00:22:12: was machen sie?
00:22:13: Dann habe ich ihm das erklärt.
00:22:14: oder so gut schicken wir mal ein Manuskript.
00:22:17: Da gab es Montag vor mir der kleine Sendung, die hieß alles über Musik.
00:22:21: Das war ein Musikfeature und dann habe ich ihm das mal noch in den Skript geschickt und er gesagt ja... ...das ist gut!
00:22:29: Es war Hermann Hesse und die Musik?
00:22:32: Das ist gut.
00:22:34: Das nehmen wir auf.
00:22:35: Live lasse ich sie nicht fürs Mikrofon weil Sie haben mir das noch nie gemacht.
00:22:41: Bei dieser Sendung sind zwei Dinge passiert.
00:22:43: Das eine war Ich hatte für die Original-Zitate von Hesse einen Schauspieler empfohlen bekommen, den Uli Hoffmann der mittlerweile leider schon gestorben ist.
00:22:53: Er war Schauspiel am Volkstheater.
00:22:55: Der hat mir diese Zitate gelesen und den fand ich eine faszinierende Persönlichkeit also für mich aus einer Welt undenkbar.
00:23:02: so ein richtiger Schauspieler tiefe Stimme Das war das eine, das muss man im Hinterkopf verhalten.
00:23:10: Das andere war ich habe diese Sendung gehört im Radio und bin also vor Scham im Erdboden versunken.
00:23:15: Also ich aus wie in Wien und Dialekt so ein bisschen so hab' ich gesprochen.
00:23:18: Vor der SR hab' auch noch gehabt und so hab', ich meine Radio-Sendungen auf ÖEins hat.
00:23:23: Ich hab' die seine Sendung moderiert und hab' das dann neben diesen ÖEinstimmen gehört und hab mir gedacht um Gottes Willen... ...also so geht's nicht!
00:23:31: Du brauchst ne Ausbildung und habe mir eine Stimmen- und Sprechlehrerin, die zugleich Gesangslehrerin war in Wien.
00:23:38: Die Charlotte Centus, die leider auch schon lange gestorben ist.
00:23:41: Sie war damals schon eine ältere Dame.
00:23:47: Habe sie angerufen?
00:23:49: Sie hat gesagt ja kommen sie und wir schauen mal.
00:23:56: dazu muss ich sagen das waren nicht nach der ersten Sendung schon nach einer gewissen Zeit wo ich gemerkt hab Ich möchte einfach mehr lernen.
00:24:03: beim ORF gab es zwar zehn einhalten sprechtraining aber Das sind halt nur zehn Einheiten.
00:24:10: Und ich habe aber auch dann irgendwie gemerkt, so als Stimme im Radio – ob ausgebildet oder nicht?
00:24:19: Man ist ja immer so ein bisschen latent und da liegt man dem Größenwahn – hab' ich mir gedacht Ja, ich möchte aber so gern mal eine öffentliche Lesung machen!
00:24:30: Und hab' mir ausgesucht von Edgar Allen Poe die Geschichte der Telltale Hard das schwarze Ende Herz, hab einen befreundeten Schlagzeuger gefragt, ob er das mit mir machen möchte.
00:24:39: Ich lese eher Spielschlagzeug.
00:24:42: Dann habe ich das einem Freund, jenen Freund mit dem ich zusammen im Gymnasium quasi die Musicals inszeniert habe.
00:24:49: Hörte das mal an wie klingt denn das?
00:24:52: Und dann hat er gesagt du könntest ja diesen Text auswendig lernen.
00:24:58: Dann hab' ich ihn auswendlich gelernt.
00:24:59: Das sind so zehn Seiten eng bedruckt und dann habe ich es ihm vorgetragen.
00:25:04: Er sagte aber da könntest du ja an der einen Stelle aufstehen und so ein bisschen herum zeigen Und das vermittelt sich jetzt natürlich nicht akustisch.
00:25:12: Ich bin dann aufgestanden, habe herumgezeigt und hab dabei aber quasi die Oberarme am Körper gelassen und habe da einfach eine Blockade gehabt zu einem Schulteroberarmbereich.
00:25:22: und er hat gesagt was machst du da?
00:25:24: Du kannst dir den ganzen Arm ganz ausstrecken!
00:25:27: Und es war für mich tatsächlich der Moment wo ich eigentlich gewusst habe ich will Schauspieler werden also dass was ich mir lange verboten habe Im Nachhinein war es in meiner Kindheit immer so, dass ich gerne dargestellt habe.
00:25:42: Dass ich gern irgendwelche Sachen aufgenommen hab.
00:25:46: Ich hab's mir einfach nicht vorstellen können und selber verboten Und da ist was aufgebrochen.
00:25:53: Das eine Schlüsselerlebnis und das andere war die Arbe.
00:25:56: dann Stimme und Sprechen mit meiner Gesangslehrerin, die dann gesagt hat eben nach drei Monaten Herr Lackner Ab jetzt singen wir nur mal, das ist viel gesünder für die Stimme Und auch das Singen sind alles Tätigkeiten, die befreien Und da war für mich klar, ja Rundfunk.
00:26:12: Ich mache den weiter und es wurde immer mehr.
00:26:14: Ich habe meine eigene Live-Sendung gehört und die Klassiknacht haben wir damals ins Leben gerufen und von Mitternacht bis Sexerfrüh moderiert klassische Musik.
00:26:24: Da hab ich dann Gedichtbände mit ins Studio geschleppt um drei Uhr in der Früh den hörenden Gedichte vorgelesen.
00:26:32: Der Alfred Treiber hat immer gesagt, er hört eh niemand zu das sind nur die Frischoperierten, die dazuhören in diese Zeit.
00:26:37: deswegen war sie ziemlich wurscht was wir da gemacht haben.
00:26:41: Das heißt so bin ich eigentlich in dieses Radiogeschäft reingewachsen immer mehr und habe aber trotzdem ist gleichzeitig die Sehnsucht entstanden Theater zu spielen.
00:26:54: Und dann bin ich zum Uli Hoffmann gegangen zu jedem Schauspieler von meiner ersten Sendung und habe gesagt, weil wir sind in Kontakt geblieben.
00:27:00: Geblieben lose.
00:27:01: er hat mich immer angerufen, er hat die Sendungen geschätzt und hab gesagt du Uli Ich würde gerne mal in dieses Theaterfach hinein schnuppern.
00:27:09: Hab schon gefürchtet der wird mich auslachen und da gesagt naah Da gibt es so einen Walter Lott hat der damals geheißen So ein Method Acting Trainer aus Amerika.
00:27:17: Der war damals in Wien sehr sehr inn.
00:27:20: Das sind alle hingegangen der macht, er kommt nach Wien.
00:27:24: Meldet dich doch mal zu seinem Workshop
00:27:26: an.".
00:27:28: Ich aus einer sehr kleinbürgerlichen Familie kommend kam also dahin und da.
00:27:35: nach einer gewissen Vorstellungsphase mussten sich dann alle irgendwie in einen Stuhl legen und Entspannungsübungen machen und tönen was sie fühlen.
00:27:46: Also ich saß dort und um mich herum war gings da so Zuhalt Und das hat mich schon irgendwie fasziniert.
00:27:58: Es hat irgendwas in mir gepackt, es ist einfach eine Auseinandersetzung mit sich selbst und wenn man mal diesen Weg geht gibt's kein Zurück mehr.
00:28:07: sage ich mal den Weg ins eigene Selbst Und hab dann erfahren, ja es gibt eine Schauspiel-Ausbildung in Wien.
00:28:14: Das Graumann Theater das war so ein kleines Theater.
00:28:16: Das war der Michimo Habt damals, der lange am Simpel gespielt hat.
00:28:19: Michael Niervarani war damals noch Studierender aber schon am Weg fertig zu werden.
00:28:25: Die Nadja Mali die mittlerweile Kabarettistin ist war dort.
00:28:31: Sie geht hau seine Musicalsängerin und es war so eine kleine Schule die gleichzeitig einen Theater dabei hatte.
00:28:37: Da habe ich mich angemeldet.
00:28:40: Es war eine Privatschule, also es war wahrscheinlich jetzt keine große Kunst da genommen zu werden.
00:28:44: Aber es war ein eigener Art von Unterricht und Michael Mohrb hatte eine sehr gute Art zu unterrichten.
00:28:51: Man hat wahnsinnig viel gelernt über sich selbst – über seine Blockaden!
00:29:00: Und lustigerweise nach zwei Wochen... war ich dort, saß einmal im Unterricht eine Lehrerin drinnen und schaute uns zu.
00:29:06: Ich habe jetzt nicht verstanden warum die da war.
00:29:09: Und dann hat sich herausgestellt das Innen bei einer Produktion – das hatte auch ein hauseigenes Theater – war gar nicht so unbekannt in Wien, das Graumanntheater.
00:29:16: Die haben so Musicals gemacht, die ziemlich vorrohrig gemacht haben und die haben ein Stück vorbereitet und da ist das Team ausgewechselt worden und die einen jungen Schauspieler gesucht.
00:29:26: Dann haben sie mich gefragt und ich habe mir gedacht nach zwei Wochen stande ich dann plötzlich tatsächlich auf der Bühne.
00:29:33: Auch ein spannendes Erlebnis, denn meine erste Probe der erste Satz.
00:29:36: Ich glaube wir haben drei Stunden an diesem ersten Satz gearbeitet.
00:29:40: Was war das für ein Satz?
00:29:41: Ich weiß es gar nicht.
00:29:43: Es war eine ziemlich schwierige Szene weil es war ein junger Mann der irgendwie in eine Piepshow gegangen ist und sich dann quasi selber befriedigt hat da... Das war am Anfang und dann am Ende noch einmal.
00:29:55: Also es war auch nicht für jemanden gerade wie mich, der überhaupt nichts mit Schauspiel zu tun hat eine ziemliche Herausforderung.
00:30:00: Aber darum ging's gar nicht.
00:30:01: Es ging um diesen ersten Satz deswegen weil ich natürlich keine Ahnung von Schauspielen hatte Und da halt irgendwie was gemacht habe also nicht authentisch war.
00:30:10: Und er hat mich drei Stunden mit diesem ersten Satze bearbeitet bis ich dort war dass ich nichts mehr gemacht habe.
00:30:18: Dann hat er gesagt das waren jetzt zwei Jahre Schausspielunterricht Und dann habe ich das abgeschlossen, bin nach Deutschland gegangen ins Engagement.
00:30:27: Letztendlich war vier Jahre im Landeshärter in Koburg, hab dort, ich sag immer meinen Lebensregisseur kennengelernt, der war Oberspielleiter da, Oliver Karbus, der mir eigentlich das Handwerk dann wirklich beigebracht hat.
00:30:42: Also ich hatte das Glück für den so seinen Schauspieler was natürlich jetzt für das ganze Ensemble teilweise auch oft nicht so optimal war, weil ich halt diese vier Jahre lang wirklich große Rollen spielen konnte dort und da dann eigentlich das Handwerk gelernt habe.
00:31:00: Bin dann nach Innsbruck gekommen, hab hier zwei Produktionen als Gast gemacht, dann hat mich die Brigitte Fassbänder, hat mich dann ans Theater engagiert, war zehn Jahre hier im Landestheater Und habe dann gemerkt, war nur Theater ist auch Fahrt immer nur dieselben Texte sprechen.
00:31:17: Ich möchte noch mal was anderes machen Und habe dann eben gesehen, wurde schon gefragt vom Walter Sachas der hatte damals die Schauspielschule in Innsbruck.
00:31:27: Möchtest du denn nicht Stimmen und Sprechen unterrichten?
00:31:30: Ich hab mich lange gedrückt.
00:31:31: ich habe gesagt na das muss man wirklich können da kann man so viel kaputt machen.
00:31:37: und Dann habe ich es
00:31:39: doch
00:31:41: probiert Nach Langem überreden habe gemerkt dass gefällt mir und habe dann irgendwie in dieser Sehnsucht mal weg zu kommen aus Österreich Dann gesehen, es gibt in London an der Universität.
00:31:56: Im Rahmen der University of London gibt's eine riesige Schauspiel- und Bühnschule eigentlich für darstellende Kunst.
00:32:03: Das sind viertausend Studierende also das kann man sich gar nicht vorstellen.
00:32:06: diese Dimensionen bei uns aber aus allen Bereichen Bühnenbildpuppenspieler Regie Kostüm Filmen Also die unterschiedlichsten Sachen Theater Sport Dramaturgie, all diese Dinge.
00:32:23: Und da habe ich mich beworben in London und zu meiner Überraschung bin dann hingefahren, hab die Aufnahmsprüfungen gemacht und wurde zu meiner überraschungen... Die machen ja aufnahmsprüfungen in der ganzen Welt also in Amerika, in London, in Europa.
00:32:37: als wurden vierzehn genommen und ich war einer von diesen vierzehnten und war mit einer Kollegin aus Dänemark der einzige nicht englisch Muttersprach klar dort Und habe dann diese Ausbildung gemacht und arbeite seither, um jetzt diesen langen Sermon abzuschließen.
00:32:52: Einfach als Trainer und Coach wie du es schon angedeutet hast.
00:32:55: für diese Fächer stehen entsprechend Präsentation.
00:32:58: andererseits als Schauspieler und seit ein paar Jahren auch schnuppere ich ins Regifach hinein.
00:33:05: Hattest Du jemals einen Ziel vor Augen?
00:33:09: Weil man hat's nicht ganz rausfahren können Thomas und Entschuldigung wenn ich da noch mal nachhake Weil auch wie du gesagt hast, weil wenn ich das richtig verstanden habe der Kern von der Schauspielerei beispielsweise ist man hat es.
00:33:21: Wenn man es quasi nicht mehr erzwingt und wenn man ja Zielen hinterherrennt ist er da meistens ein Drang.
00:33:28: Man denkt ganze Zeit an die Zukunft und verharrt da und möchte Zustände erzwingen und ist weniger da und kann loslassen.
00:33:39: Hattest du Ziele?
00:33:40: Hast Du
00:33:40: Ziele?!
00:33:42: Und hab' ich die Schaus Spielerei richtig verstanden!
00:33:44: Das sind jetzt drei Fragen?
00:33:45: Nein, ich hatte keine Ziele.
00:33:47: Überhaupt nicht!
00:33:48: Wie gesagt Musikwissenschaften weil ich nichts anderes gewusst habe und mich die Musik fasziniert hat.
00:33:55: was macht man mit so einem Studium Schauspielerei Radio?
00:34:06: deswegen weil eine Mutter irgendwann einmal und das hatte ich im Ohr zu mir gesagt du hättest so eine schöne radio Stimme.
00:34:15: Das habe ich damals, wie sie es gesagt hat sicher nicht akzeptieren können aber es ist hängen geblieben.
00:34:20: Deswegen bin ich zum Radio und das hat geklappt!
00:34:25: Und diese schauspielerische Geschichte da habe ich dir ja diesen Key Moment erzählt mit diesem Arme ausbreiten.
00:34:32: tatsächlich muss ich gestehen Es hat mich nicht mehr losgelassen.
00:34:38: Ich habe eigentlich ein Jahr mit mir gehadert demnach zu geben, weil ich es nicht wollte.
00:34:43: Weil jeder gesagt hat du machst beim Radio und beim ORF-Karriere.
00:34:46: Du gibst das auf für etwas.
00:34:49: kein Mensch kräht nach einem twentyfünfjährigen Schauspieler.
00:34:53: Der Jack Nicholson sagt in diesem einen Film als guter Asset Gets als ihm die Kellnerin sagt sie ist Schauspielerin, sagt er... ...an other actress the world needs, sagt der irgendwie.
00:35:05: Und genau so bin ich mehr vorgekommen.
00:35:07: Wer wartet jetzt auf mich?
00:35:09: Das kann nicht sein.
00:35:11: Und ich habe wirklich lange mit mir gerungen, bis ich gesagt hab, ich gebe das auffällig.
00:35:15: Ich war zwar frei beruflich aber es ging langsam in Richtung Anstellung.
00:35:20: Es war die Zeit wo der ORF von diesen Freiberuflichen zur Anstellung gegangen ist.
00:35:25: Ich hätte da sicher eine Anstellung bekommen und habe einfach gesagt... ...ich hör damit auf!
00:35:30: Und alle haben gesagt du bist wahnsinnig!
00:35:31: Und zwar nicht weil ich ein Ziel vor Augen hatte, weil ich konnte nicht anders.
00:35:36: Es ist immer so bei mir.
00:35:41: Ich mache einfach und irgendwann merke ich, das fasziniert mich, das zieht mich hinein – ich kann gar nicht anders mehr.
00:35:49: Du hast vorhin gesagt, wenn man hinschaut, kann man nicht mehr wegschauen oder wenn man hinhört, kann er nicht mehr wickeln.
00:35:56: eine dieser zwei Metaphern weiß also wenn man in sich selbst hinein schaut dann kann man quasi nicht mehr wechseln
00:36:03: ja
00:36:03: es machen aber trotzdem viele kommt mir vor.
00:36:07: Ich glaube, wenn man weiß was für Potenzial in einem Schlummern kann oder in einem Schlummert dann kann das ja auch erdrückend wirken.
00:36:16: Weil man weiß man ist ja nicht da was man eigentlich tun könnte.
00:36:19: Man schöpft dieses Potentialen nicht aus und dann schaut man wieder weg und schließt die Kiste und sagt nur nicht reinschauen.
00:36:27: Das kann sein!
00:36:31: Das mag sein aber... Vielleicht eine Persönlichkeitsfrage.
00:36:34: Ich weiß nicht, das stimmt schon.
00:36:35: Das kann ich jetzt nur subjektiv von mir sagen.
00:36:37: Mich hat diese innere Welt schon immer auch fasziniert und die zu entdecken weil ich das auch nicht kannte.
00:36:57: Mit Themen.
00:36:58: Meine Eltern waren, mein Papa ist natürlich lange schon pensioniert aber war bei der Gendarmerie als Sportlehrer hat dann aber auch muss man sagen er kommt aus ganz einfachen ländlichen Verhältnissen die Matura nachgemacht aus eigenen Stücken um dann auch noch diese Ausbildung zum Sportlehrer machen.
00:37:17: also da war auch immer und bis heute versucht ein Englisch zu lernen.
00:37:21: Also da ist auch immer eine Sehnsucht dar und eine große Neugierde.
00:37:26: Es ist jetzt dreiundneunzig wird er im Herbst und es ist immer noch, ist er neugierig auf Dinge.
00:37:33: Also das ist sicher schlummert in mir und meine Mama war im Prinzip Pechel als Sekretärin im Prinzip und dann gab's damals noch Fernschreiber ich würde sagen der Vorläufer des heutigen, des Faxgerätes und an den E-Mails.
00:37:49: Das heißt ich komme aus diesen einfachen Verhältnissen aber irgendwie Ich weiß nicht, ob genetisch angelegt oder aus anderen Gründen.
00:37:59: Ist da in mir einfach diese große Entdeckerlust auf der einen Seite?
00:38:05: Auf der anderen Seite aber auch die große Angst vor dem... ...auf was ich mich da einlasse!
00:38:11: Also bildt dich gesprochen bei jeder Moderation und es wird immer schlimmer muss ich sagen.
00:38:19: Leide ich vorher und denke was habe ich mir da angetan?
00:38:21: und das kann ich nicht?
00:38:22: und warum?
00:38:23: und ich will gar nicht.
00:38:24: und was ist wenn's schief geht.
00:38:25: also Dieses klassische Lampenfieberdenken ist extrem in mir.
00:38:32: Es ist wirklich kommend aus einem sozialen Umfeld, wo das sehr kleinräumig war und sehr auf Sicherheit bedacht war – so typisch nachkriegsgenerational.
00:38:48: meine Eltern nicht, Schule, Beruf und dann Pension!
00:38:52: Das sind ja alle sehr straffe Zügel, sag ich jetzt einmal.
00:38:55: Die man sich da selber anlegt und auch anlegen lässt.
00:39:00: Und einerseits ist in mir die Sehnsucht daraus auszubrechen Andererseits ist es aber auch immer mit viel, sage ich mal Geburtswähnen verbunden.
00:39:10: Da durch diesen Geburtskanal hinaus in die Freiheit Einer Bühne zu kommen das ist es vielleicht.
00:39:16: wenn Ich dann auf der bühne bin Dann Bin ich geboren und dann fühle ich mich total wohl.
00:39:21: Aber der Weg dahin ist oft nicht lustig.
00:39:27: Was ich mir jetzt gefragt habe, das was du erreicht hast, stehst du dir selbst ein oder denkst du hast dir das verdient?
00:39:39: Das alles was du gemacht hast?
00:39:41: Ja einerseits ja aber andererseits hab' ich immer das Gefühl ma es ist eigentlich zu wenig.
00:39:46: Interessant!
00:39:47: Ja also das glaubt wahrscheinlich jeder Schauspieler von sich.
00:39:52: das Potenzial, das sage ich jetzt auch.
00:39:54: Ich hoffe es kommt nicht arrogant rüber aber dass schon das Potential hätte jetzt auch über Innsbruck hinaus zu wachsen, sag' ich mal.
00:40:04: Aber ich habe mir das auf der anderen Seite und vielleicht hab ich deswegen noch nicht das Potential oft durch ungeschicktes Handeln verbaut, sage hier mal Also indem ich dann Sachen nicht angenommen habe, weil ich mir gedacht hab naja jetzt will ich nicht wieder.
00:40:18: Ich kann mich zum Beispiel erinnern, ich hab in Südtirol da gibt's... ...ich weiß gar nicht wie sie heißt im Meran.
00:40:23: Eine sehr bedeutende Karsterin für Filme!
00:40:27: die mich dort auf der Bühne gesehen hat und die mich eingeladen hat.
00:40:30: Und gesagt, du komm doch mal zu mir, reden wir
00:40:32: mal.".
00:40:32: Dann hat sie mich irgendwann ein Monat später angerufen und dann gesagt ja ich hätte da ein Projekt für dich und ich ah super!
00:40:37: Die große Karriere beginnt.
00:40:39: Du sollst da in dem Film irgendwie eine Leiche spielen.
00:40:46: Was sich jeder wünscht?
00:40:49: Ja aber man muss eines sagen... Ich habe natürlich abgesagt aus einer persönlichen Eroganz, aber auf der anderen Seite Jetzt im Nachhinein sage ich, es ist natürlich ein absoluter Schwachsinn.
00:41:00: Weil natürlich diese Leute auch einmal schauen wie bewegt sich derjenige in diesem Umfeld überhaupt?
00:41:06: Kann er das überhaupt?
00:41:10: Also dass man gleich mit einer Hauptrolle besetzt wird, eigentlich jetzt im nacheinander denke ich mir und so habe ich mehr Reaktionen geliefert wo ich dann gesagt hab naja... Und jetzt ist mein Platz so.. Ich bin da auch sehr zufrieden Aber natürlich ist eine Sehnsucht da noch mal, jetzt immer noch.
00:41:29: Obwohl ich.
00:41:29: jetzt bin ich neunundfünfzig Gott sei Dank sind das Berufe sag' ich mal.
00:41:35: Der Schauspielberuf ist einer wo man nie weiß was passiert.
00:41:38: Man weiss es einfach nicht.
00:41:40: aber es ist jetzt nicht mehr so dass ich leider weil ich jetzt nicht am Burgtheater gelandet bin oder auf einem großen Staatstheater
00:41:49: Wie viel hängt dann mit dem Ego zusammen und wieviel mit dem eigenen sein?
00:41:52: Also ist es mehr... Entschuldigung, wenn ich das Wort Ego verwende.
00:41:56: Also nicht dass ich dir das jetzt
00:41:57: auch unterscheide.
00:41:59: Nein nein nein!
00:41:59: Aber
00:42:00: ist es eher der Gedanke andere kommen weiter und warum habe ich nicht das was Andere bekommen?
00:42:10: Oder ist es dann eher das sein das was sagt?
00:42:13: Niemand erkennt den Thomas, der ich wirklich bin.
00:42:19: Vielleicht kann man's ja gar nicht unterscheiden.
00:42:23: Ich glaube tatsächlich Dass ein Teil dieses Berufes auch darin besteht, dass man in der Lage ist... Ich muss jetzt sehr vorsichtig sein mit dem was ich sage.
00:42:41: Sich
00:42:42: auch zu verkaufen!
00:42:44: Nein nein nein nein, ich stehe mich da erkannt!
00:42:46: Sich auch zur Verkaufung sich anzubieten Kontakte zu knüpfen und das ist etwas was mir persönlich eigentlich schwer fällt muss ich sagen.
00:42:59: Ich bin bei allem Outgoing, dass ich auf der Bühne und des Trainer bin eigentlich privaten sehr introvertierter Mensch.
00:43:07: Ich bin noch niemanden, der gerne auf Premiere feiern geht oder so am liebsten nach einer Premiere gehe ich heim und schaue mir irgendwas an eine Serie oder ich habe keine Ahnung.
00:43:15: also... Das ist auch etwas, was ich jetzt nicht von zu Hause mitbekommen habe irgendwie Gespräche zu führen oder Kontakte zu knüpfen.
00:43:27: Meine Mama war eigentlich immer eine die wenn sie einen Schulfreund von Anno Dazomal auf der Straße gesehen hat den Gehsteig gewechselt hat weil sie gesagt hat um Gottes Willen der will jetzt sicher nicht mit mir sprechen.
00:43:38: also dieser ich sage jetzt einmal so eine Art Minderwertigkeit komplex ist schon tief drinnen in mir gewesen.
00:43:46: deswegen wenn ich meine Ganz ganz viele Konzerte her moderiert für Instrumente, Neujahrskonzerte.
00:43:52: Wir haben uns hochgearbeitet vom Stadtsaal, vom ehemaligen vor vierhundert Leuten bis zum Saaltirol den wir dann zweimal gefüllt haben mit tausend Fünfhundert Leuten und ich habe da auch nie jemanden eingeladen um zu sagen du schau dir mal an was ich da mache weil ich im Vorhinein immer das Gefühl hab man das scheitert sicher!
00:44:14: Und natürlich andere egal was sie machen laden einfach Leute ein Und die kommen dann.
00:44:20: und selbst wenn sie erscheitert, kann ja sein dass derjenige da drinnen sitzt sagt naja gut wir wissen ja wir sind am Theater manchmal läuft was schief aber interessant.
00:44:29: Also diese Möglichkeit... Man muss ja auch um dem Lotto zu gewinnen einen Los kaufen.
00:44:37: Wenn man keinen loskauft wird man nicht gewinnen!
00:44:39: Und so ein bisschen bin ich leider gestrickt.
00:44:42: Aber ich glaube da geht es vielen so.
00:44:45: Also tatsächlich bei mir beim Podcast war's ja auch das selber.
00:44:48: also ihr habt Den ganz, ganz versteckt irgendwo auf der Webseite gehabt.
00:44:52: Weil ich mir gedacht habe nicht dass den noch jemand wäre.
00:44:56: Genau!
00:44:56: Was
00:44:56: passiert dann?
00:44:58: Was wär denn?
00:45:01: Aber wenn man das ja zulässt, würde man sich ja eingestehen, dass man halt mit perfekt ist und es einfach dieser Sicherheitsvorhang den was man bewahren möchte.
00:45:17: Man will sich nicht vollkommen nackt zeigen, schaut's her, kann auch Fehler machen und man will das Aufrecht erhalten was dann auch vielleicht wieder mit dem Selbstbild zusammenhängt, oder?
00:45:27: Wahrscheinlich ja.
00:45:31: Wie gesagt auf der Bühne selber habe ich es nicht in dem Moment in dem es losgeht ist vorbei.
00:45:39: also da bin ich bereit alles zu geben aber im Vorfeld wie du sagst dieses sich als Persönlichkeit oder Schauspieler als Ware, als Produkt zu präsentieren.
00:45:55: Es ist dasselbe mit den Stimmtraining.
00:45:58: Ich habe meine Webpage, absolut das war notwendig.
00:46:01: aber es ist jetzt nicht so, dass ich irgendwie offensiv eine Quise gemacht hätte.
00:46:04: Habe ich nie gemacht eigentlich!
00:46:07: Ich hab meine Trainings gemacht und es hat sich angefangen herumzusprechen und dadurch kommen Anfragen und bin auch immer mehr in diesen Bildungsbereich gerutscht im universitären Bereich oder mit Wissenschaftlern, also einfach mit interessanten Menschen zu arbeiten.
00:46:26: Es ist auch immer wieder spannend – ich arbeite schon ab und zu in einem Unternehmen mit Unternehmern zu arbeiten.
00:46:33: aber ich bin jetzt nicht der, der sich irgendwie als der Führungskräfte-Coach verkaufen möchte weil ich das Gefühl habe Mada liegt viel Geld drinnen und da kann man schnell viel Geld machen.
00:46:43: Das ist nicht meines sondern... Ich schaue einfach, das ist wieder genau dasselbe.
00:46:52: Eigentlich ist es der generelle Umgang wie mit dem Leben.
00:46:54: ich schau was kommt und nehmt das was da ist und das entwickelt sich dann oft sehr spannend.
00:47:02: Was verbindest du mit dem Wort Gelassenheit?
00:47:07: Eine Sehnsucht Das könnte ich gerne gelassen sein.
00:47:16: Ja, Gelassenkeit ist etwas was manchmal da ist.
00:47:19: Im Moment bin ich in einer Phase, wo es nicht da ist.
00:47:28: Was schade ist – weil ich mir denke eigentlich jetzt wird's Zeit das Restleben unter Anführungszeichen.
00:47:34: Man muss ja wirklich sagen, es ist einfach hoffentlich das letzte Drittel.
00:47:38: Das ist eh schon sehr vermessen dass man sagt Es ist ein Drittel, denn dann würde man ja neunzig werden.
00:47:42: aber vielleicht würde man sich schon mehr Gelassenheit verdienen sag' ich mal.
00:47:49: Aber im Moment gestehe ich sie mir noch nicht zu viele Dinge einfach auch neugierig.
00:47:56: Also ich sage dann vielleicht auch manchmal Sachen zu, wo sie andere denken haben, warum sagst du das so?
00:48:04: Aber dann entdeckt man doch wieder interessante Facetten darin.
00:48:09: Da mag ich jetzt aber nicht eingehen auf worum es sich handelt.
00:48:13: Nein!
00:48:13: Das wäre auch nicht die Frage gewesen.
00:48:15: Konkret hätte ich noch drei Fragen an dich.
00:48:17: Was war der größte Wendepunkt beziehungsweise der größten Entwicklungssprung bei dir?
00:48:35: Ich würde sagen... Es sind zwei.
00:48:38: Das eine ist eben vom Hin zum Schauspieler, also die Ausbildung, die Schauspelausbildung das Entdecken von mir selbst, meinen Möglichkeiten Die Lust für Menschen etwas zu machen und Geschichten zu erzählen.
00:48:54: Und das zweite ist sicher London gewesen.
00:48:56: Dieses eine Jahr in London diese Ausbildung.
00:48:57: es war ein Master Einjähriges Vollzeitmaster.
00:49:00: Ich sage immer das war die intensivste Zeit meines Lebens Und da ist einfach wahnsinnig viel passiert.
00:49:09: Du hast öfters die Neu-Gelde angesprochen.
00:49:12: Ich würde dir jetzt unterstellen, du liest sehr viel, aber vielleicht lege ich auch falsch.
00:49:17: Stabeln sich die Bücher?
00:49:18: Meine Frau leidet!
00:49:19: Die Bücherregale sind voll.
00:49:21: Manche sind ja schon hierher ausgewandert.
00:49:23: Das sind die Fachbücher... Ja
00:49:26: Wenn du nur mehr drei Bücher behalten könntest Ein Leben lang in deinen Bücheregal Welche drei Büchen werden da noch vorzufinden?
00:49:44: Das ist jetzt insofern für mich eine schwierige Frage, weil ich würde ausweichen sagen.
00:49:49: Ich würde auf jeden Fall drei mitnehmen, die ich noch nicht kenne und nicht welche, die schon gelesen habe.
00:49:56: Hermann Hesse vielleicht?
00:49:58: Ja, Herr Mann Hesse hab' ich geliebt natürlich.
00:50:00: Ja klar!
00:50:02: Also vom Glasbeeren-Spiel über das Steppenwolf – ich habe das alles gelesen aber es würde mir jetzt einfach drei neue Bücher mehr bringen als drei alte.
00:50:14: Das heißt, es gibt kein Buch was du jährlich immer wieder aufs Neue lest?
00:50:18: Ich habe ein Buch oft gelesen und das war der Herr der Ringe.
00:50:22: Interessant!
00:50:22: Ja
00:50:23: tatsächlich habe ich als Kind den Herrn Der Ringe entdeckt, als Jugendlicher.
00:50:27: Ich glaube, ich hab den sieben-acht Mal gelesen, ein paar mal dann auf Englisch weil ich über den Herrn der Renge auch angefangen habe englisch zu lernen.
00:50:35: Ich habe hinten aufgehört und vorne wieder angefangen, über zwei Jahre hinweg.
00:50:39: Interesant!
00:50:42: Ich kann Sie mir schon erklären, es ist eine Form von Eskapismus.
00:50:46: Also sie ist einfach raus aus dem eigenen kleinen Wohnung hin in eine ganz große Fantasie und deswegen glaube ich also wenn ich jetzt sagen würde entscheidende Bücher meines Lebens dann würde ich den Herrn der Ringe da hinstellen quasi als Meilenstein.
00:51:08: Ich würde hinstellen, boah das ist jetzt ganz schwer zu beantworten.
00:51:12: Vielleicht einen Gedichtband von Rilke und es drehtes Buch ein neues, dass ich noch nicht kenne.
00:51:23: Dass mir vielleicht angespült wird auf dieser Insel.
00:51:26: Ja wenn man wieder neu geht.
00:51:31: Eine Frage habe ich noch.
00:51:33: Das waren eine oder zwei?
00:51:34: Ich
00:51:35: hab gesagt drei, aber die letzte Frage Also
00:51:40: die Wendepunkte stehen
00:51:42: genau aus.
00:51:43: Die Bücher, das Büchern.
00:51:45: Und was möchtest du noch sagen?
00:51:47: Was ich noch sagen möchte!
00:52:08: Wie jede Blüte wälgt und jede Jugend dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe, jede Weisheit auch und tugend zu ihrer Zeit – und darf nicht ewig
00:52:22: dauern.".
00:52:23: Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe bereit zum Abschied sein und neu beginnen, um sich in Tapferkeit und ohne Trauern in andere neue Bindungen zu geben.
00:52:37: Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne der uns beschützt – und er uns hilft, zu leben!
00:52:44: Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten an keinem wir in einer Heimat hängen.
00:52:50: Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen Er will uns Stuf um Stufe heben, weiten.
00:52:59: Kaum sind wir heimisch an dem Lebenskreis und traurig eingewohnt, so droht er schlafen!
00:53:05: Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
00:53:11: Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde uns neuen Räumen jungen gegen senden.
00:53:16: Das Lebensruf an uns wird niemals enden.
00:53:20: Wohl an den Herz.
00:53:21: nimm Abschied und Gesundheit.
00:53:25: Danke schön, Thomas.