00:00:00: Man könnte auch sagen, die erste aus der IT-Branche hat man ja nicht ausgesucht, dass ich eine Frau bin.
00:00:05: Wobei ... wobei die Zuschreibung verstehe.
00:00:08: Das war am Anfang so, dass natürlich sehr viele sich darüber gefreut haben.
00:00:12: Ich hab mich auch darüber gefraut.
00:00:13: Aber es war einfach ein Wechsel notwendig und nachdem ich schon lange Vizepräsidentin war, habe ich dann gesagt, ihr passt's!
00:00:22: Wir machen
00:00:23: das.".
00:00:23: Die Stimme, die du gerade gehört hast, gehört Baubaratala.
00:00:27: Barbara war bereits einmal zu Gast in der Folge hundred and seventy.
00:00:30: Damals noch als Abgeordnete des Europäischen Parlaments und mich freut es sehr, dass ich jetzt einmal wieder nach langer Zeit mit ihr sprechen konnte, denn seitdem hat sich einiges verändert.
00:00:42: Kurz zum Kontext!
00:00:43: Denn darüber sprechen wir auch.
00:00:44: Barbara hat in jungen Jahren bereits einen Digitalunternehmen gegründet und zeigt gleich auch ein Start-up aufgebaut.
00:00:51: Und das war eigentlich zu einer Zeit wo ja in Österreich und auch in Dirol das Wort Start up noch gar nicht so bekannt war und auch nicht verwendet wurde und sie konnte auch das Unternehmen schlussendlich verkaufen.
00:01:02: Etwa später hat sie dann kann man sagen Europa mitgestaltet Und dann kam es dazu, dass sie an die Spitze der Wirtschaftskammer Tirol kam.
00:01:11: Und das auch wohlgemerkt in einer wirtschaftlichen schwierigen Zeit, die auch nach wie vor – und ich glaube, das kann man so sagen «nach wie vor anhält» – was mich zu dem Gespräch bewegt hat war ... unter anderem was jemanden bewegt, der das alles erlebt hat.
00:01:27: Und was auch eigentlich von der Unternehmerin bleibt wenn die Institution ruft und wie jemand denkt, der Verantwortung auf verschiedenen Ebenen erlebt und gelebt hat.
00:01:39: In diesem Sinne wünsche ich dir jetzt viel Spaß mit dem Gespräch mit Barbara Dala!
00:01:44: Womit hast du dein erstes Geld verdient?
00:01:49: Das erste Geld war ganz klassisch in einem Sommerjob im Hotel im Hotel Andrea damals bei mir in meiner Heimatgemeinde und ich kann mich noch gut erinnern wofür es dann ausgegeben habe.
00:02:04: Ich bin, ich hab ein Freundesgruppe wo wir immer wieder einmal gemeinsam auf Formel I Rennen fahren und damals habe ich dann für eine Truppe von weiß ich nicht mehr zehn zwölf Leute Formel i Karten am A-Einsring damals noch gekauft und das waren sage und schreibe Zehntausend Schilling und das war mein Verdienst aus den ersten Zwei Sommen, also Ferien wo ich gearbeitet habe.
00:02:28: War damals schon der Gedanke da Richtung Unternehmertun zu gehen?
00:02:33: Ganz und gerade nicht.
00:02:34: Nein.
00:02:35: Ich muss gestehen, ich hab mit vierzehn, wo man dann auch so ein bisschen entscheidet in welcher Ausbildungsrichtung geht's, in welche schulische Richtung geht es überhaupt nicht gewusst was ich machen soll oder was ich mache will.
00:02:48: Ich hab das aber damals auch nicht als unangenehmen Pfunden, das gerade nicht zu wissen... Viele aus dem bekannten und verwandten Umfeld sind in die Kindergarten-Schule an der Kettenbrücke gegangen.
00:03:02: Und dann kam irgendwann die Aussage, ja das könnten wir uns doch auch mal anschauen, Barbara!
00:03:06: Und dann bin ich mit meiner Mama damals raufgefahren.
00:03:09: Lässige Schule, richtig cool... ...und bei dreihundert Bewerberinnen kam es dann dazu dass sie damals durch diese Prüfung nicht durchgekommen bin.
00:03:20: Dreißig Mädels werden wurden damals jedes Jahr aufgenommen und bei dreihundert Bewerberinnen kannst du da passieren, dass du nicht reinkommst.
00:03:27: Gelegen hat es angeblich an meinen Bastelkünsten, wenn ich mich richtig erinnere... Und so kam's dann dazu, dass ich einfach ins Gymnasium an der Kettenbrücke gegangen bin und damit auch im Internat dann war was eine sehr schöne Zeit war.
00:03:40: Wie ging es denn weiter nach dem Internat?
00:03:44: Das war dann wie oft so eine typische Zufallsentscheidung im Leben die man erst im Nachhinein versteht.
00:03:52: Die Tochter von einem Lehrer von mir hatte Freunde und diese Freunde hatten eine Internetagentur damals.
00:04:00: Und die haben mich irgendwie vermittelt, mein erster Top nach der Matura war in dieser Internetagendur.
00:04:07: Und mir hat die IT damals schon fasziniert durch das Wahlfachinformatik.
00:04:12: So ging es dann in die IT-Richtung.
00:04:16: Würdest du sagen, du hast damals schon relativ früh deinen Weg erkannt?
00:04:20: dieses Thema Digitalisierung weiter im Begleiter?
00:04:24: Also den IT-Weg definitiv.
00:04:27: Dass ich mich einige Jahre später selbstständig mache, hab' ich mit achtzehn und neunzehn auch nicht gewusst.
00:04:31: Aber der IT-Wegg war ziemlich klar, hat mir einfach immer fasziniert – auch heute noch!
00:04:37: Und die habe ich immer in Bereichen gearbeitet, die entweder mit E-Commerce, e-Business, i-Voting, eTourism zu tun hatten….
00:04:48: Das war meine Leidenschaft.
00:04:50: Wie ist die Starter bitte von dir zustande gekommen?
00:04:55: Auf der Uni haben wir gelernt, es gibt wenn man Marktanalysen macht manchmal so was wie ein Window of Opportunity und das war damals auch so.
00:05:05: Meine Agentur hatte ich schon gegründet aber es gab im E-Tourismusmarkt eine große Veränderung weil ein großer Player einen anderen großen Player damals gekauft hat und damit dieser Markt eine Lücke entstanden Und die haben wir mit unserem Tourismus-Startup einfach gefüllt und da waren wir genau zum richtigen Zeitpunkt, am richtigen Fleck.
00:05:27: Wenn du diesen Window of Opportunity ansprichst, dann gibt es ja immer... Also es gibt ja immer irgendwo ein Fenster wo sich eine Möglichkeit bietet aber einige Menschen ergreifen dann diese Möglichkeit und diese Chance nicht.
00:05:41: Warum hast du damals mit deinem Team die Chance ergriffen?
00:05:44: Weil man hätte auch sagen können, wir warten abgeschauen.
00:05:46: Wir gehen das Risiko erst gar nicht ein.
00:05:51: Ich glaube auch dass es dieses Wind auf Opportunity immer gibt.
00:05:54: Meine Oma hätte dazu gesagt wenn der Tür zugeht geht die nächste auf.
00:05:57: Also auch absolut schönes Bild das da gezeichnet wird.
00:06:03: Wir sind einfach reingesprungen!
00:06:05: Wir haben da gar nicht lange überlegt soll man uns das jetzt trauen oder nicht trauen?
00:06:09: also das war gar nicht die Frage.
00:06:13: Aber mit Mitte Ende zwanzig denkst Gott sei Dank auch nicht daran, mein Gott und kann das schiefgehen.
00:06:20: Und was ist wenn es schief geht?
00:06:22: Wir haben's einfach probiert!
00:06:25: Und eine Internetfirma zu gründen ist jetzt auch vom Investment her etwas anderes wie wenn ich jetzt irgendwo eine Halle bauen würde oder ein Hotel kaufen würde.
00:06:35: Also dies muss man schon dazusagen und fairerweise auch entsprechend vergleichen.
00:06:42: Wir haben uns einfach hinsetzt, haben ein Jahr lang reingehackelt auf Tirolerisch gesagt und haben geschaut ob es funktioniert oder nicht.
00:06:49: Und das hat wunderbar funktioniert!
00:06:52: Warum denkst du, hat das funktioniert?
00:06:54: Weil nur weil die Lücke da ist und der Markt die Chance hergibt heißt sie nicht dass dann am Ende funktioniert.
00:07:00: Warum glaubst Du hat das funktioniert bei euch damals?
00:07:04: Das ist immer eine Kombination aus verschiedenen Dingen.
00:07:08: also diese Lücke war da.
00:07:09: erstens Einfach auch ein bisschen Glück und wahnsinnig viel Arbeit und Leidenschaft reingesteckt.
00:07:16: Und das spürt dann dein Gegenüber auch, davon bin ich fest überzeugt, dass du das Ernst meinst?
00:07:22: Dass du die da voll reinhängst des Spür nach deinen Kunden
00:07:26: Wenn du das ernst meinen ansprichst, das hängt ja auch zum gewissen Teil mit Verantwortung zusammen.
00:07:31: oder also wenn ich etwas ernst meine braucht es Verantwortungsbewusstsein Es braucht die Eigenverantwortung.
00:07:37: Welche Rolle hat damals die Verantwortung bei dir gespielt?
00:07:39: Eigenverantwortung, Verantwortungsbewusstsein.
00:07:41: Generell diese Wortwürze Verantwortung wenn man es möchte.
00:07:47: Ja Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern, die wir damals hatten.
00:07:51: Verantwortung gegenüber dem Partnern also Vertriebspartner Daten, Partnerschaften.
00:08:00: das ist jetzt nicht die gleiche Verantwortung wie wenn man Kinder hat.
00:08:03: ja also das muss man auch ein bisschen relativieren aber Du willst das ja auch gut machen und deshalb glaube ich, dass die Verantwortung dir selbst gegenüber als Unternehmerin etwas sehr Großes ist.
00:08:20: Und es gibt da am Ende auch das gute Gefühl habe ich das geschafft oder nicht?
00:08:23: Nicht rein auf der Monetären- oder auf der Checklistenebene sondern auch... Hey wir haben das richtig cool durchgezogen!
00:08:29: Wir haben unsere Verantwortung wahrgenommen.
00:08:32: Und auch wenn man Verantwortung getragen hat, dann kann man sicher kein Vorwurf machen.
00:08:39: Oder weniger vorwürfe oder?
00:08:40: Ja aber das weißt du mit Ende zwanzig nicht.
00:08:44: Also stimmt die Verantwortung zu tragen und am Ende auch zu wissen okay ich habe alles gemacht was ich machen konnte ist es halt schief gegangen.
00:08:54: gibt dir selber aber dann auch die Bestätigung.
00:08:56: ok es hat halt nicht funktioniert es ist halt einmal etwas schiefgegangen.
00:09:01: Das ist auch jetzt so im Agenturleben.
00:09:02: Es kann auch mal ein Kundenprojekt schiefgehen, aber dann muss man halt daraus lernen und im unmittelbaren Umfeld guten Gewissens sagen zu können wir haben es probiert und es hat nicht funktioniert.
00:09:14: aufstehen, Kronerichten weiter gehts das ist glaube ich etwas ganz wichtiges für jede Unternehmerin.
00:09:21: Mit der Ende zwanzig wie fühlt man sich in Gesprächen wenn's um den Exit geht?
00:09:26: Wir hatten damals ein ganz klassisches Earnout-Modell, das heißt ich habe dann nach einem oder zwei Jahren glaube ich auch weiterhin noch in der Firma gearbeitet als Geschäftsführerin.
00:09:35: Insofern war jetzt der Tagesablauf nicht plötzlich abrupt anders.
00:09:40: Das war auch zu einer Zeit wo man nun nicht wirklich von einer Startup Szene gesprochen hat bei uns in Tirol und auch in Österreich.
00:09:47: Damals hatte man nur IT Bootcamp zu Formaten, wo dann solche Firmen entstehen gesagt.
00:09:55: Also es gab auch nicht viele Kolleginnen oder Kollegen die so was Ähnliches gemacht oder geschafft haben mit denen man darüber reden hätte können.
00:10:05: Ich habe am nächsten Tag einfach gleich weitergearbeitet.
00:10:09: Was für Zeitraum war das?
00:10:10: Dass man das nur vielleicht ein bisschen einordnen kann, wo wir noch von IT Bootcams gesprochen haben.
00:10:14: Das war so zwischen dem Jahr und den Dreh herum.
00:10:19: Die Digitalagentur hat es dann weiteringegeben.
00:10:22: Also da die Verantwortung ist weitergegangen, das unternehmerische Gehen ist weitergetragen worden.
00:10:26: und dann kamen politische Schritte wenn man so möchte oder?
00:10:29: Wenn man das so zusammenfassen könnte oder wenn man das sagen möchte ging's dann mehr Richtung Politik oder?
00:10:35: Ja einige Jahre später also interessantspolitisch war ich ja schon lange.
00:10:40: aktiv bin seit Zwei-Tausendzehn Unternehmensvertreter in der Wirtschaftskammer Tyrol.
00:10:45: Ich habe angefangen als Opfer der Tiroler Online-Händler und Online- Händlerinnen.
00:10:51: Aber die richtige Politik kam dann erst im Jahr twohundneinzehn eine Jahre später mit dem Europawahlkampf.
00:10:58: Was wurde dein Puls, sich dafür einzusetzen zu engagieren?
00:11:03: Politisch war ich immer schon interessiert.
00:11:06: Die europäische Ebene hat mich auch immer interessiert Auch wenn man sich zu dem Zeitpunkt nicht vorstellen kann was Europaparlament wirklich bedeutet.
00:11:14: Und dann kam einfach der Impuls durch die Frage, ob ich mir vorstellen könnte zu kandidieren.
00:11:22: Und dann fangen wir mal das Gedankenspiel an was wäre wenn und so war dann der Einstieg ins richtige Politikerin sein also wirklich ein gewähltes Mandat innen zu haben?
00:11:37: heute empfinde minimales Politikerinnen Ich bin wieder Interessensvertreterin Und der Unterschied ist schon sehr große.
00:11:47: Damals als Politikerin, wie hast du da die Verantwortung wahrgenommen?
00:11:52: Weil ich glaube es ist ja schon ein Unterschied, ob man jetzt unternehmerisch tätig ist oder ob man Unternehmen aufbaut und Mitarbeiter beschäftigt hat.
00:12:00: Und dann in der institutionellen Ebene ist auch die Verantwortung im Brüssel ganzer andere wiederum.
00:12:08: oder gibt's da einen gemeinsamen Nenner oder wie hast Du das damals wahrgenommen?
00:12:13: Also das Getriebe ist ganz ein anderes.
00:12:14: Das ist wirklich auch ein Job, den man lernen muss und deshalb bekommt von mir jeder der jetzt irgendwo neu beginnt in einem gewählten politischen Mandat erst einmal die Zeit sich einarbeiten zu dürfen.
00:12:30: Und es fehlt mir oft in der gesellschaftlichen Diskussion wenn jemand Ärztin werden will oder Friseurmeister oder Tischlergesellene dann hat er eine jahrelange Ausbildung dafür.
00:12:42: Von unseren Politikerinnen und Politikern fordern wir, dass sie ab dem ersten Tag perfekt es sind.
00:12:48: Und da gibt's einfach keine entsprechende Ausbildung dafür.
00:12:50: Das ist alles Learning by Doing – das ist aber auch etwas sehr Schönes!
00:12:55: Die Verantwortung ist ganz so andere?
00:12:57: Der gemeinsame Nenner für mich ist unternehmerisches Denken mit in das gewählte politische Amt zu bringen.
00:13:04: Das tut jeden Gemeinderat gut, jedem Landtag, jedem Nationalrat im Europäischen Parlament zu wissen welche Verantwortung man als Unternehmer hat oder wie unternehmerische Abläufe sind, wenn man ein großes Team leiten muss.
00:13:20: Wenn man für Umsatz verantwortlich ist und steuern muss, das ist der gemeinsamen Nennen nach dem du gefragt hast.
00:13:28: Das ist unendlich wichtig, dass wir mehr unternehmerisch denkende Menschen in den gewählten Gremien haben.
00:13:35: Bist du zufrieden mit deiner Zeit damals?
00:13:37: Dass du diese unternehmerischen Denken mit nach Brüssel genommen hast?
00:13:40: Oder hättest du auch etwas anderes gemacht?
00:13:42: Retrospective.
00:13:45: Es war eine faszinierende Zeit, ich habe vier oder fünf Trilogverhandlungen mitmachen dürfen.
00:13:52: das ist jetzt fürs erste Mandat nicht ganz so selbstverständlich.
00:13:56: dort einmal einzutauchen und es zu lernen ist wirklich ein Privileg dass jetzt nicht so viele Menschen haben in ihrem Leben.
00:14:05: also ich hab das wahnsinnig geschätzt.
00:14:07: im Rückblick hätte die wahrscheinlich einige Dinge anders gemacht aber das ist so wenn man was Neues lernt.
00:14:14: Ich habe vor allem in der Digitalpolitik auf europäischer Ebene immer versucht, den unternehmerischen Gedanken einzubringen und auch in der Energiepolitik.
00:14:25: Und das gelingt manchmal nicht!
00:14:28: Im Europäischen Parlament musst du jedes Mal neue Mehrheiten finden – da gibt es keine Regierungskoalition die quasi im Gesetzgebenden Körper sitzt wie jetzt im Nationalrat oder im Landtag.
00:14:43: Du musst jedes Mal von Neue über alle Fraktionen hinweg Mehrheiten suchen und das ist die Spannende am Europäischen Parlament, weil du damit auch sehr viel Gestaltungsmöglichkeit hast.
00:14:54: Und nicht von einer fixen Koalition abhängig bist!
00:14:57: War das so das größte Learning was du mitnehmen kannst aus dieser Zeit?
00:15:01: Wie man andere bewegt wie man andere überzeugt wie man anderen mitnimmt auf der Reise?
00:15:07: Also das das das größtes Learning war definitiv.
00:15:11: wie entsteht ein EU-Gesetz?
00:15:15: Das entsteht Jahre bevor in den Medien zum ersten Mal darüber geschrieben wird.
00:15:20: Und das war eigentlich das größte Learning und deshalb sage ich heute auch noch, wenn es jetzt aus der Perspektive der Wirtschaftsinteressens Vertreterin, wenn's darum geht, in Richtung Püssel zu marschieren um für ein Anliegen zu lobbyen.
00:15:33: Leute wir müssen drei Jahre früher anfangen.
00:15:36: Wenn die Spitzen bei unten in der Kommission beginnen die ersten Vorschläge zu schreiben müssen wir schon einhaken.
00:15:44: In der Woche Fahrerabstimmung im Europäischen Parlament oder in einer Woche Fahrerstimmung im Rad ist es ganz, ganz schwierig Details zu ändern.
00:15:52: Paragrafen zu ändern, Deadlines zu ändern.
00:15:55: also das war das größte Learning.
00:15:59: Wesentlich früher dran sein und was man natürlich auch lernt ist Verhandeln.
00:16:05: klarerweise Und nachdem ich vorher nie ein politisch gewähltes Mandat hatte war das durchaus so wie ins kalte Wasser springen.
00:16:13: Aber die Kollegen, die schon oben waren oder die schon Erfahrung hatten haben uns da eigentlich richtig gut vorgerettet.
00:16:20: Bevor wir Richtung Wirtschaftskammer kommen habe ich noch eine Frage bezüglich Brüssel.
00:16:24: mit welchen Anliegen oder mit welchem Gesetzes Änderungen oder Gesetzeswünschen sollte man jetzt am Brüssel herantreten?
00:16:32: Wenn du sagst, man muss früh genug dran sein und früh genug an Liegen auch präsentieren was sollte man denn jetzt deiner Meinung nach präsendieren um den richtigen Zeitpunkt damit dann auch das richtige Ergebnis in ein paar Jahren da ist.
00:16:46: Man könnte erstens hergehen und sich alle maßgeblichen Richtlinien anschauen, wann die laut Plan des nächsten Mal überarbeitet werden müssen und dann einfach einmal zwei drei Jahre zurückrechnen.
00:16:58: oder man schaut sich die Jahresprogramme der Kommission an.
00:17:04: oft wird was um ein Jahr nach hinten verschoben.
00:17:06: Das ist jetzt mit unüblich.
00:17:09: am Beginn einer fünf-Jahresperiode hat man einen Überblick über die großen Themen und dann weiß man eigentlich, in der Sekunde musst du losrennen.
00:17:17: Wenn man jetzt ein bisschen tiefer im Getriebe drinnen ist, dann kriegt man das am Flurfunk natürlich schon früher mit.
00:17:24: aber der Anfangspunkt ist eigentlich immer wann muss ein Gesetz fertig sein?
00:17:29: Und dann fange ich einfach an ein bissel zurückrechnen.
00:17:32: Das ist jetzt eine pauschale Antwort Robert.
00:17:34: es gibt manchmal Dinge die schnell gehen müssen.
00:17:36: logischerweise Ja, so in Großen und Ganzen.
00:17:43: Die Dinge anschauen die für meine Branche oder für meine Gruppe oder für mein Region oder für meinem Land am wichtigsten sind die Themen, die dazugehörigen Gesetze raussuchen und dann einmal die Deadlines anschauen?
00:17:56: Gut!
00:17:57: Ich hoffe dass einige diesen Ratschlag beherzigen.
00:18:00: und schauen wir mal auf die Wirtschaftskammer.
00:18:02: also natürlich wenn man dich googelt man findet verschiedene Dinge.
00:18:05: also man findet dich als Startup-Unternehmerin, man findet dich als Unternehmerin.
00:18:10: Man findet dich auch als Politikerin.
00:18:12: aber man liest auch dass du die erste Frau an der Spitze der Wirtschaftskammer Tirol bist.
00:18:20: Ja man könnte auch sagen die Erste aus der IT-Branche hat man ja nicht ausgesucht das ich eine Frau bin wobei wobei die Zuschreibung verstehe Das war am Anfang so dass natürlich sehr viele sich darüber gefreut haben.
00:18:32: Ich habe mich auch darüber gefraut.
00:18:35: Es war einfach ein Wechsel notwendig und nachdem ich schon lange Vizepräsidentin war, habe ich dann gesagt, ja passt's.
00:18:42: Wir machen das unabhängig davon ob ich eine Frau bin oder nicht.
00:18:46: aber ich hab mich über das Lob gefreut.
00:18:50: Es war allerdings wirklich noch nie jemand aus der IT-Branche.
00:18:56: Ja es war ein krasser Wechsel von der Europapolitik wieder zurück in die Interessensvertretung.
00:19:05: Was ich erst ein paar Wochen später so wirklich gespürt hab, ist ... Hey Barbara, du spassst da jetzt zwölf bis fünfzehn Stunden Reisezeit pro Woche.
00:19:12: Und das fühlt sich so unendlich viel an.
00:19:16: Nicht dass ich gern nach Brüssel geflogen oder noch Straßbar gefahren wäre aber wenn du aus dem Hamsterroll draußen bist dann merkst du auch wie körperlich anstrengend es ist und du vergisst ständig in welchem Kühlschrank steht jetzt eigentlich das frische Milchbaktel?
00:19:31: Das kommt auch noch dazu Aber es war ein guter Wechsel.
00:19:36: Wie würdest du da deine Verantwortung beschreiben?
00:19:39: Also, du hast ja jetzt eigentlich drei Ebenen sozusagen miterlebt und hast ja auch immer noch die unternehmerische Ebene inne.
00:19:46: Wie würdest du da die Verantwortung beschreiten?
00:19:48: also wie ist es in der Interessensvertretung Verantwortung zu tragen?
00:19:56: Schwieriger als im EU-Parlament.
00:19:58: Warum?
00:20:00: Verantwortung für das ganze Haus, für die ganze Organisation, für über fünfzigtausend Mitglieder Für interessenspolitische Anliegen, du bist verantwortlich dafür, dass der interne Interessenausgleich im Hause selbst funktioniert.
00:20:15: Es gibt viele Beispiele Stichwort Tourismusabgabe.
00:20:20: Da haben natürlich unsere Betriebe aus der Sparte Tourismus ganz andere Vorstellungen und ganz andere Wünsche wie unsere Betrieb und Mitglieder aus der Spartehandel.
00:20:30: Am Ende – es muss nicht immer sein aber am Ende ist eigentlich unser Ziel immer mit einer Stimme zu sprechen!
00:20:36: Und das wird immer schwieriger.
00:20:39: Das hat aber auch mit der gesellschaftspolitischen oder gesellschaftlichen Veränderung der letzten Jahre zu tun.
00:20:48: Der Frust der Menschen wird größer, die spürst du auch hinter der Tastatur?
00:20:53: Die Fähigkeit sich in andere hineinzuversetzen, die kommt mir irgendwie vor wie wenn sie langsam verloren geht – das ist ganz eine andere Art von Herausforderungen Und du bist natürlich viel mehr im Räumtenlicht wie im weit, weit entfernten Brüssel.
00:21:12: Der Unterschied ist auch darin... In Brüssel habe ich mich auf drei, vier, fünf Themengebiete wirklich spezialisiert und fokussiert.
00:21:22: Als Funktionärin in der Wirtschaftskammer als Präsidiumsmitglied, als Präsidentin hast Du von... Ich brauche Unterstützung bei der Gewerbeanmeldung bis hinzu.
00:21:31: Die Behörde behandelt mir falsch alles auf deinem Tisch liegen.
00:21:36: Egal, ob es aus dem Arbeitsrecht kommt oder aus dem Verkehrsbereich oder aus einem Arbeitsrecht – alles landet auf deinm Tisch und der thematische Horizont ist einfach extrem breit!
00:21:52: Jetzt haben wir natürlich auch viele Spitzenfunktionäre im Haus die Profis sind in ihren Bereichen weil sie dort unternehmerisch tätig sind und wir haben viele Spitze Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Haus super spezialisiert sind, Arbeitsrecht, Steuerrecht etc.
00:22:08: Aber wenn es dann am Ende um eine Verhandlung geht und meine interessenspolitische Verhandlungen am Tisch mit Politikerinnen, dann bist du diejenige, die verhandelt.
00:22:19: Das macht das Themenfeld einfach unendlich groß!
00:22:24: Die Verantwortung ist ein anderer.
00:22:27: Wie weißt Du worauf Du Dich fokussieren musst?
00:22:31: Weil wenn ja alles um deine Aufmerksamkeit ringt und alles landet auf dein Schreibtisch, dann gibt es das, das, dass, das.
00:22:36: Und zieht herausforderungen.
00:22:38: Dann gibt's auch Kredit.
00:22:39: Das ist eine Sache wo man sich ablenken lassen könnte.
00:22:44: Wie entscheidest du worauf dich fokussiert?
00:22:51: Es gibt gewisse übergreifende Themen wie jetzt zum Beispiel gerade das Doppelbudget was die Bundesregierung gerade vorbereitet und der Nationalrat bald beschließen soll.
00:23:04: Dies betrifft alle Betriebe.
00:23:06: Das ist wirklich ein übergreifendes Thema, was Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit vom Wirtschaftsstandort hat.
00:23:13: Diese übergreifen Themen sind ganz klar bei mir.
00:23:17: Wenn es um die Ausbildung für die Lehrlinge im Friseurbereich geht dann haben wir da unsere Spitzenfunktionäre dafür.
00:23:27: also der Clemens Hub unser Endungsmeister macht das mit seinen Funktionärinnen und funktionären spitzenmäßig.
00:23:35: dann etwas da freue ich mich, wenn ich mal zu einer Lehrlingsfeier eingeladen werde.
00:23:39: Aber das ist prinzipiell die Aufgabe von der Innung oder von der Sparte.
00:23:43: Das lässt sich also schon ganz gut ertrennen und dann hängt natürlich die Priorität davon ab welcher Gesetzgeber beschließt wann was?
00:23:52: Wir kämpfen zum Beispiel gerade massiv gegen die regionale Umsetzung der EU-Gebäuderechtlinie auf Tiroler Ebene.
00:24:02: Ausführliche Stellungnahme dazu abgegeben.
00:24:03: Es ist für mich ein Paradebeispiel, wie man eine U-Richtlinie aufdoppelt.
00:24:10: Also Stichwort Goldplating also immer noch eine und noch eine Regelung härter und strenger machen bis die europäische Ebene eigentlich vorsieht.
00:24:18: Jetzt war ich damals mit der Gebäuderechtlinie schon nicht einverstanden Und jetzt soll sie noch strengere kommen.
00:24:23: in Tirol neunmal unterschiedlich in Österreich umgesetzt.
00:24:29: Das verstehe ich einfach nicht.
00:24:30: Da wissen die ja ungefähr wiesender Ablauf auf der Gesetzgeberseite und dann hat das natürlich jetzt ein paar Monate Priorität logischerweise.
00:24:41: Ja, und dann hängt es davon ab wie gut du deine eigenen Kalenderregeln befolgst.
00:24:47: War mir auch schon im letzten Kastantergewinn gesprochen.
00:24:50: Wenn du dich einmal in die Rolle einer Ärztin versetzen würdest und du reist durch das Land oder generell durch Österreich welche Diagnose würdest du derzeit stellen?
00:25:01: gegenüber dem Land, gegenüber der Wirtschaft.
00:25:03: Also was wäre deine Diagnose, wenn du so hinschaust wie die Wirtschaft läuft?
00:25:08: Was gibt es für Symptome und was gibt's vielleicht auch, wenn man so möchte, für gewisse Krankheiten also... Was ist so dein Bild, dein derzeitiges Bild?
00:25:18: Die größte Challenge ist definitiv unsere hohe Abgaben- und Steuerquote.
00:25:24: aber als Ärztin um bei diesem Bild zu bleiben würde ich zuerst einmal sehen dass wir alle den Lotto-Sexer gemacht haben, dass wir hier wohnen und leben dürfen und arbeiten dürfen.
00:25:34: Das vergessen wir manchmal in der ... Wie soll ich sagen?
00:25:39: In der Jammerrei, in der wir uns oft befinden oder auch wenn man die Zeitungen aufschlägt Wir lieben wirklich in einem sehr sicheren Land Und Gottes Willen eh möchten nirgends woanders auf die Welt gekommen sein.
00:25:53: Also spitzenmäßig.
00:25:57: Die Diagnose vom Wirtschaftsstandort ist deutlich kritischer.
00:26:02: Der Staat hat die letzten Jahre zu viel ausgegeben, zu viel gefördert und zu wenig auf Eigenverantwortung geschaut.
00:26:08: Wir haben eine Riesenherausforderungen mit dem Verschuldungsgrad.
00:26:15: Das Pensionssystem läuft uns davon – das Gesundheitssystem ist wenn wir uns die Demografie anschauen so wahrscheinlich auch nicht mehr länger zu managen.
00:26:29: Und kaum jemand braucht sich hinzugreifen!
00:26:32: Und mit kaum jemand meine natürlich die Politik.
00:26:35: Also es gibt viele Experten, die auch uns Einschätzungen oder Gutachten liefern.
00:26:41: Achtung, Pensionssystem, Achtungsgesundheitssystem.
00:26:46: Aber vor einer Wahl und vor einer Wahl ist immer nach einer Wahl.
00:26:51: Oder umgekehrt sagt man's eigentlich Nach einer Wahl ist immer vor einer wahl So wird der Schuh draus zu sagen okay wir machen jetzt einen Cut Wir erhöhen wirklich das bei uns Antrittsalter.
00:27:03: Weil wir müssen, weil wir noch vorne rechnen müssen oder einen größeren Katt bei Fördertöpfen die selbstverständlich geworden sind.
00:27:16: Das traut sich selten jemand und es ist eigentlich schade.
00:27:21: Und da braucht man viel mehr Mut dazu in der Politik umzutreten.
00:27:30: Wie schafft man diesen Mut?
00:27:32: Du kennst ja auch so ein bisschen die Politiker-Ebene, wenn man so möchte.
00:27:36: Wie kreiert man diesen Mut?
00:27:38: Und wie kann man dieses Denken abschalten, dass nach der Wahl wieder vor der Wahl ist und dass man halt wirklich auch verantwortungsbewusste Entscheidungen trifft – auch wenn es auf Kosten der Karriere ist?
00:27:49: Ja also es ist natürlich einfacher das zu sagen... Wenn man nicht mehr Politikerin ist.
00:27:55: aber ich glaube es ist nicht die Frage, wie man diesenmut schafft sondern die Fakten liegen eigentlich am Tisch.
00:28:01: Also eigentlich sollte es eine reine, emotionslose Entscheidung nach Zahlen, Daten und Fakten sein.
00:28:10: Und wer müsste den ersten Zug machen?
00:28:11: bei einer Meinung nach?
00:28:12: Ja immer der Gesetzgeber.
00:28:15: Es geht ja gar nicht anders.
00:28:19: Wenn wir nochmals bei diesem Window Opportunity bleiben, wo siehst du das derzeit?
00:28:27: also was gibt's derzeit für ein Fenster?
00:28:28: die Möglichkeiten politisch gesehen, vielleicht auch auf Gesetzgeberseite oder auch in der Wirtschaft generell?
00:28:39: Also vor allem das Thema KI.
00:28:41: Das ist jetzt aber sehr subjektiv.
00:28:42: Aufgrund meiner eigenen Firma erobert da geht gerade so viel ab es macht grad soviel Spaß jede Woche drei verschiedene neue Tools auszuprobieren oder jeden Tag zwei Argenten zu schreiben und schauen ob sie laufen und funktionieren oder nicht oder jeden tag dazu zu lernen.
00:28:59: was kann ich mit dieser Power, die mir eine richtig gute künstliche Intelligenz gibt eigentlich alles herausholen für die eigene Firma.
00:29:09: Für meine Kunden also für deren Firmen?
00:29:12: das ist gerade ein riesiges Winter of Opportunity!
00:29:15: Ein riesiges.
00:29:17: und ich bin jetzt aber auch ganz ehrlich und sage dazu wenn man so ein bisschen durch den Instagram stream scrollt dann... Also ich weiß nicht jede dritte Werbeeinschaltung ist ein KI-Tool dass dir dein Leben erleichtert.
00:29:31: am Strand liegen zum Milliardär.
00:29:34: Diese Versprechen werden natürlich nicht eingehalten, also die meisten der Tools, die ich ausprobiere, schmeißen danach wieder weg weil es ja nicht das hält was es verspricht.
00:29:43: aber die Struktur, die dahinter steht, die grundlegende Änderung in der Technologie und wie wir Menschen damit umgehen werden und wie unsere Firmen da mit verändern können, das ist fantastisch!
00:29:57: Wir tauchen da auch gerade Vollgas ein, weil es nicht nur eine richtig coole Challenge ist sondern auch notwendig ist.
00:30:05: Wer braucht in zwei Jahren noch eine stinknormale Internet-Agentur?
00:30:10: So verändern sich Firmen und Branchen und das wird in vielen Branchen passieren.
00:30:16: Das muss nicht immer gleich was Schlechtes sein!
00:30:17: Und hier glaube ich ganz oft ist ein großes Wind auf Opportunity dabei.
00:30:22: Das heißt, du siehst es eher positiv.
00:30:24: Weil es gibt ja auch einige... Also wenn wir jetzt bei deinem Beispiel bleiben digitalagenturen die was Zukunftsängste haben zu einem gewissen Teil aber du siehst das halt als gegebenen Prozess einfach repositionieren und zu schauen wie kann man mit den neuen Tools und Möglichkeiten ein bisschen Nutzung schaffen oder?
00:30:39: Ja definitiv Und ich habe halt auch die Erfahrung gemacht Es war ungefähr in dem Jahr zwei tausend acht wie Facebook bei uns so ein bisschen begonnen hat und die war damals auf dem Backhemp In Salzburg, da ging es auch wieder um E-Tourismus.
00:30:52: Ich kann mich noch gut erinnern und ich bin nach Hause gefahren nach dieser Veranstaltung und habe mir gedacht, wow cool!
00:30:59: Ich hab das neue Internet keinen gelernt.
00:31:01: Niemand braucht mehr Webseiten.
00:31:03: wir haben alle nur noch eine Domäne wo wir auf unsere verschiedenen Social Media Kanäle linken und eigentlich niemand braucht mehr irgendeiner Webseite.
00:31:12: Das haben wir damals gedacht so hat die ganze Branche gedacht ist voll reingestürzt in das Thema Social Media im betrieblichen Umfeld aufzubauen und zu nutzen.
00:31:23: Ja, praktisch fast zwanzig Jahre später.
00:31:26: selbstverständlich brauchen wir noch Webseiten keine Frage.
00:31:29: die Art und Weise wie wir sie erstellen hat sich aber immer schon geändert.
00:31:35: es war vor zwanziger Jahr ganz was anderes wie heute und deshalb habe ich auch keine Angst davor.
00:31:41: Es wird immer diese menschliche Expertise brauchen davon bin ich fix überzeugt.
00:31:46: Wie wir zu unseren digitalen Produkten kommen, das wird sie verändern.
00:31:50: Und es ist einfach eine normale Weiterentwicklung.
00:32:02: Da schlagen ein bisschen zwei Herzen in meiner Brust.
00:32:04: auf der einen Seite die liberale Wirtschaftsdenkende Interessensvertreterin, die eigentlich sagt Europa hat eh schon so viel im Digitalbereich verschlafen bitte lasst unsere Firmen einfach ausprobieren, produzieren, testen.
00:32:23: und auf der anderen Seite die Privatperson Barbara.
00:32:26: Die auch die Schattenseiten des Internets oder das Digitalen kennt, die ganz klar sagt mehr ist lieber.
00:32:33: wir haben einen juristischen Rahmen wo sich unsere AI-Angebote darin entwickeln können gerade wenn es um Medizindaten geht um Gesundheitsdaten um sehr sensible Daten geht.
00:32:45: da finde ich's absolut richtig Und der EI Act hat ja wirklich einen risikobezogenen Ansatz.
00:32:53: Also wenn du etwas mit Gesundheitsdaten machst, dann fällst du in die ganz höchste Risikoklasse und musst wirklich bis hin zur Kommission um Freigaben ansuchen.
00:33:05: Das finde ich schon richtig!
00:33:07: Auf der anderen Seite wir verwenden glaube ich so achtzig Prozent oder neunzig Prozent US-amerikanische oder andere KI's, die nicht in Europa entstanden sind.
00:33:19: Das ist auch ein zweischneidiges Schwert.
00:33:21: Ich habe es ganz bewusst so gemacht, dass wenn immer das möglich ist, entscheide ich mich für die europäische Alternative.
00:33:29: Also ich hab jetzt gerade mehrere Automatisierungs-Softwarelösungen im Testen und hab mir definitiv für die tschechische entschieden weil ich einfach keine US-Daten oder DSGVO Probleme dann habe Und das finde ich eine gute Geschichte.
00:33:46: Würdest du sagen, wenn man eben darauf schaut dass man dann Performance einpüsst oder Geschwindigkeit oder Innovations Drang von dem jeweiligen Unternehmen.
00:33:57: Ich weiß jetzt nicht was das für tschechisches Unternehmen ist aber Man hört immer von den amerikanischen Unternehmen und wenn man sagt man geht in Den sichereren Weg wenn man so möchte wenn man das bezahlen kann Dann hat es natürlich auch immer am preis was man eventuell bezahlt weil die anderen tools sich schneller weiterentwickeln.
00:34:16: Glaubst du, dass jeder bereit ist diesen Preis zu bezahlen am Ende des Tages?
00:34:20: In dem Fall geht es um Saipia versus Make.com und Make.Com ist super, da sehe ich keine Nachteile.
00:34:27: Das kann in zwei Jahren anders sein aber in zwei Jahre kann auch die Gesetzeslage wieder anders ausschauen.
00:34:30: oder in zwei Jahr gibt's überhaupt wieder neue Anbieter für den Moment, für die Anwendungen, die ich für meine Kunden brauche Kleine und mittelständische, ganz normale Tirolerbetriebe.
00:34:45: Also wir entwickeln jetzt nichts für große Versicherungen, wo es wirklich dann tief in den Datenschutz hineingeht – ist Make.com super!
00:34:55: Das ist eine tolle europäische Alternative.
00:35:00: Wir nähern uns dem Endebauer.
00:35:01: drei Fragen habe ich noch an dich.
00:35:03: Die haben ja so ein bisschen auch im Wirtschaftsstand oder der generell so deine Diagnose beleuchtet.
00:35:10: Was lässt dich zuversichtlich in die Zukunft blicken?
00:35:12: oder was braucht es auch dafür, dass du sagst wir sind auf dem richtigen Weg in Tirol und den Österreichern der Wirtschaft?
00:35:20: Nicht wenn ich die Zeitung lese.
00:35:24: Manchmal legt es wirklich weg weil immer denke ich das tut unseren Seelen nicht gut.
00:35:31: wo ich die Zuversicht hernehme ist... Das klingt jetzt platt Robert aber es ist wirklich so.
00:35:36: jedes Gespräch mit einem Unternehmer oder einer Unternehmerin die mir erzählt was sie jetzt gerade cooles machen.
00:35:43: Ich habe jetzt vorher einen Mittagstermin gehabt mit einem jungen Unternehmer, der aus einer großen Familienbetrieb kommt.
00:35:53: Dort auch mitarbeitet und macht sich jetzt aber gemeinsam mit einem Freund zusätzlich nebenbei selbstständig mit einer richtig coolen Geschichte.
00:36:01: Und er sprüht gerade von Energie – das hat man heute ein bisschen erzählt – und Wahnsinn!
00:36:07: Also sowas fasziniert mich... Nach jedem dritten Gespräch denke ich immer, man könnte D-Firma auch noch gründen.
00:36:15: Das ist das was unseren Wirtschaftsstandort hebt.
00:36:19: Diese Leidenschaft etwas Neues zu versuchen einen Betrieb zu übernehmen oder sich nach ein paar Jahren des Überlegens durchentscheiden um den Gasthaus von der Oma zu übernemen oder das Hotel vom Papa oder dies fasziniert mich.
00:36:33: Wir machen als Wirtschaftskommerjahr viele Betriebsübergabe Sprechtage und da spürt man es auch ganz klar Ja, wir wollen weitermachen.
00:36:42: Und für die Übernehmer ist es ja dann oft auch wie eine Gründung aber halt... Die Firma ist halt in einem anderen Stadium und dort die Betriebe abzuholen oder zu begleiten oder einfach nur mit ihnen beim Café darüber zu reden, das gibt einfach wahnsinnig viel Energie.
00:37:03: Das müssen wir uns auch bewahren.
00:37:05: Bei all der Kritik am Doppelbudget Bei all der, also positive und negative.
00:37:14: Meistens haben die Dinge im Leben zwei Seiten.
00:37:18: An der Gebäuderechtlinie bei all der Kritik an der nächsten Abgabe der Paketsteuer, der richtig schlecht gemachten Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel, bei all dieser Kritik, die wir natürlich auch äußern weil das unser Job ist als Interessensvertreter der Wirtschaft.
00:37:36: Aber bei all dieser Kritik muss man nur rausgehen und die nächste Idee verwirklichen.
00:37:41: Und das ist cool so!
00:37:43: Es gibt ja viele positive Beispiele, das muss man auch sagen.
00:37:47: Definitiv!
00:37:49: Da muss man gar nicht großartig suchen.
00:37:51: Gibt es viele Beispele?
00:37:52: Die besten Beispel hast du in deinem Podcasts?
00:37:55: Ich habe gerade ein paar Denken mit.
00:37:57: In meinem Lalf-und-Sugai-Setz öfter auch in den Medien.
00:38:00: Zwei Millionen Investment.
00:38:02: Fantastisches Beispiel Raps also richtig cool.
00:38:05: ich hab's von Anfang an so halb verfolgt und auch begleitet dürfen.
00:38:10: Richtig faszinierend
00:38:13: Definitiv.
00:38:14: Stundend.
00:38:14: Manuela Erler, die war sehr in Kongo.
00:38:17: In Chumwe ja von Kindergarten bis alles möglich aufgebaut hat.
00:38:20: mit zwanzig Jahren ist sie darunter geflogen und fast gestorben wegen den Krankheiten und hat dann trotzdem immer wieder weitergemacht und aus dem Nichts Kindergärten und Schule etc.
00:38:31: aufgebaut.
00:38:31: mittlerweile ein Krankenhaus also wo wir auch wieder beim Lotto-Sexer sind um zu schauen
00:38:34: wie
00:38:34: es uns eigentlich geht.
00:38:36: oder zum Beispiel die Firma Walde Seifen war ich vor zwei drei Wochen bei einem Betriebsbesuch Ich glaube mittlerweile in der achten Generation, wenn ich das jetzt richtig im Kopf habe, fantastische Firma.
00:38:50: Die Geschichte ist Wahnsinn!
00:38:52: Wie sie ihre Werte bis in die achte Generation getragen haben ist Wahnsin.
00:38:56: Die Produkte sind richtig cool.
00:39:01: Der Online-Shop ist wirklich gut integriert worden also auch diese Transformation mitgemacht.
00:39:07: Der online shop funktioniert auch gut Also haben wir nicht so viele Online-Shops in Tirol, in der Größenordnung.
00:39:14: Alles richtig gemacht und in der Produktion riecht es gut!
00:39:18: Das ist fantastisch gehört auch dazu.
00:39:22: Da haben wir ganz viele Beispiele von Kufstein bis Räuter raus, von Lienz bis Seefeld drauf.
00:39:32: Das muss man hervorheben.
00:39:34: aber gute News verkaufen sich halt nicht so schlecht wie bad news das tut man manchmal weh Ja.
00:39:40: Bevor ich zu meiner zweiten Abstissfrage komme, welches Unternehmen sollte sich jeder einmal anschauen in Tirol?
00:39:45: Die
00:39:45: zwei Beispiele über die wir gerade gesprochen haben – über Raps und über Walde-Seifen – das sind eigentlich richtig coole Beispiele, die haben Chancenergriffen.
00:39:55: Und zwar der Alfons jetzt in den letzten Jahren und die Firma Walde in jedem einzelnen Jahr seit der Firmengeschichte.
00:40:05: Also so eine Geschichte hat jede Firma zu erzählen.
00:40:09: Also da müsste ich jetzt alle nennen.
00:40:11: Ich kann jetzt nicht fünfzigtausend Betriebe aufzählen, das glaube ich willst du nicht!
00:40:16: Aber das gibt es an jeder Hauseke.
00:40:18: In jedem Dorf in jeder Stadt in Tirol gibt solche Beispiele.
00:40:22: Bezüglich dem Verantwortungsbewusstsein ist meine zweite Abschlussfrage Wie würdest Du die Verantwortung der Wirtschaftskammer gegenüber Ihren Mitglieder und Mitgliederinnen bezeichnen?
00:40:34: Weil man hört ja oftmals im Diskurs Kritik oftmals an der Wirtschaftskammer.
00:40:39: Wie würdest du die Verantwortung gegenüber den Mitgliedern und Mitgliederinnen bezeichnen?
00:40:44: Und würdest Du sagen, die Wirtschaftskamer wird dem Ganzen gerecht?
00:40:47: oder was ist auch der Weg der Zukunft?
00:40:51: Was möchtest Du verändern oder was kannst Du auch verändern?
00:40:53: Wir haben in diesem Bereich Kritik an der Institution gerade durchaus schwere Zeit hinter uns.
00:40:59: Ich spreche jetzt auf den November an.
00:41:02: große Schlagzeilen wirklich also wochenlang zwei, drei Wochen lang durchgehend in ganz Österreich über jede Wirtschaftskammer.
00:41:11: Das war eine schwierige Zeit.
00:41:13: Wir haben da auch Fehler gemacht.
00:41:15: also Learnings wo es ja auch oft ein roter Faden bei dir im Podcast ist habe ich selber auch viele Learnings mitgenommen.
00:41:24: damals war die Verantwortung die Institution wieder aus den Schlagzeilen rauszubringen und Ganz viel Kritik bekommen auch ich persönlich.
00:41:37: Und ganz selten eine Aussage gut raus aus den Medienintern schauen, dass man die Fehler aufarbeitet und dann weitermachen und einfach gute Arbeit und gutes Service liefern.
00:41:51: Das war wahnsinnig schwierige Zeit aber jetzt sind wir auf einem richtig guten Reformweg.
00:42:00: Ich verstehe, dass der Reformweg nach außen ein bisschen lange wirkt.
00:42:03: Ein bisschen langsam wirkt!
00:42:06: Mir geht immer alles zu langsam prinzipiell aber das ist also eine Grundkrankheit einer Funktionärin oder eines Funktionäres.
00:42:14: Wenn wir Zuhause in unseren Betrieben sind und wir entscheiden am Dienstag Wir machen unser Logo jetzt rot- oder blau Dann wird es so gemacht Und dann kommst Du in Deine Rolle aus Interessensvertreterinnen Mehrheiten suchen oder Verhandlungen führen, oder Positionspapiere schreiben.
00:42:32: Oder Termine organisieren mit Entscheidungsträgern und dann dauert das.
00:42:38: Und das ist heute ein ganz anderes als in der eigenen Firma wo du der Chef oder die Chefin bist.
00:42:42: also dies muss ich mal vorne weg schicken.
00:42:44: Das ist nicht immer leicht für uns Interessensvertreter aber wir haben in diesem Reformprozess der Wirtschaftskammer dazu zurückzukommen.
00:42:54: Wir haben im November beschlossen im Wirtschaftsparlament der WKÖ, also Österreichweit dass wir einen Reformprozess machen.
00:43:01: Wir schauen uns die Finanzierung an und die Aufgaben an.
00:43:04: Wir sehen uns das Thema Struktur an und wir schauen uns das Trämer Transparenz an.
00:43:09: Und da stecken wir jetzt mittendrin – in ein paar Wochen Ende Juni ist das nächste Wirtschafts-Parlament der wkö.
00:43:18: Wir haben das nur zweimal im Jahr, wir können nicht so oft österreichweit solche Entscheidungen in dieser Breite treffen.
00:43:27: Und da werden wir einige Punkte beschließen, was die Finanzierung betrifft und was die Transparenz betriffe.
00:43:34: Wir kommen jetzt Gott sei Dank ins Tun und die Mitglieder spüren das auch langsam.
00:43:38: Wie in Tirol haben letzte Woche gesagt, wir sparen zwanzig Prozent an der Krammerumlage zwei ein.
00:43:44: Das ist unser Beitrag zur Lohnnebenkostensenkung.
00:43:50: Ein Schritt, eine Maßnahme von vielen Maßnahmen aus dem Reformprozess für die großen Betriebe.
00:43:57: Aber was man nicht vergessen darf ist unsere Wirtschaft ist sehr kleinstrukturiert.
00:44:01: Über neunzig Prozent haben weniger wie zwanzig Mitarbeiter.
00:44:04: Zehn Prozent aller unserer Mitglieder zahlen neunzig Prozent aller Kammerumlagen.
00:44:09: Jetzt ist diese Kammer umlagen zwei Senkung bei kleinen Betrieben mit drei vier fünf Mitarbeitern nicht viel aber in Summe für den ganzen Standort ist es das.
00:44:19: Ab im Jahr- und Jahrzehnte spott sich dann die Tiroler Wirtschaft, sechs Millionen Euro jährlich.
00:44:24: Und das ist glaube ich schon ein guter Schritt gewesen den wir durchaus auch Richtung Gesetzgebung gesetzt haben.
00:44:34: bitte ihr seid es auch am Zug die Lohnnebenkostensenkungen anzugreifen und das macht Österreich jetzt auch.
00:44:41: also ist auch eine gute Geschichte.
00:44:46: Das sind die Dinge die wir jetzt aufarbeiten.
00:44:49: Ich würde gerne noch viel, viel mehr verändern.
00:44:51: Aber da würdest du jetzt viele Ideen hören von vielen Funktionären bei uns im Haus.
00:44:59: Ich versuche seit Jahren die Wirtschaftskommerwahl einfacher, effizienter und digitaler zu machen.
00:45:05: Also ich hätte schon ein paar Ideen, die man modernisieren könnten österreichweit.
00:45:11: Viele dieser Dinge passieren ja immer im Einklang mit den anderen Landeskamen.
00:45:18: Da, wo man in den letzten Jahren vielleicht selber intern noch gegen Wände gerannt ist, entsteht jetzt durch diese Reformgruppe, durch die Kritik im November.
00:45:31: Durch den Veränderungsdruck entsteht ein größerer Hebel.
00:45:35: Also diese Reform ist für mich auch eine Chance, eine Chance die Institution weiterzuführen so dass sie die nächsten hundert Jahre gut bestehen kann.
00:45:44: und so muss man es glaube ich auch nehmen.
00:45:47: Und eine Frage habe ich noch an dich Barbara?
00:45:49: Was möchtest du noch
00:46:02: sagen?
00:46:23: Diese pauschale Kritik an der EU gibt es bei mir auch jetzt nicht.
00:46:29: Manche interpretieren das gerade so, Stichwort EU-Gebäuderechtlinie – aber das ist es nicht!
00:46:35: Ich versuche nur das Beste für den Wirtschaftsstandort herauszuholen und mich hat dieses pauschal auf Brüssel Schimpfen immer gestört.
00:46:46: Am Ende ja unsere Heimat ist unser Wirtschaftsstandort.
00:46:50: Ich würde gerne ganz viele Gesetze der Periode, nineteen bis vierundzwanzig zurücknehmen also ganz viele aber weil sie einfach nicht gut sind für die europäische Industrie und für die Europäische Wirtschaft.
00:47:02: Aber man hat in den letzten zwei Jahren gesehen dass egal ob es jetzt um die Entwaltungsverordnung geht oder um das Thema Lieferketten gesetzt Das auch die europäischen Ebene erkannt hat, dass es zu weit ging kontraproduktiv für die europäische Industrie war und ein bisschen zurückgerudet.
00:47:23: Hätte man von vornherein anders machen können, aber gut!
00:47:28: Besser später als nie?
00:47:29: Besser besser spät als nie.
00:47:31: Gut.
00:47:32: Barbara, möchtest du noch was sagen?
00:47:34: Ja ich
00:47:34: wollte dich was fragen Robert.
00:47:36: Gerne Barbara.
00:47:36: Da wie viel Debottkast war das jetzt?
00:47:39: Wenn Du nächste Woche online gehst, falls das alles klappt dann war es der dreihundert-einundvierzigste.
00:47:46: Wen würdest du gerne noch Interviewen?
00:47:48: Habe jegliche Auswahl.
00:47:50: Es ist dein Botkast, natürlich!
00:47:53: Also gute Frage... Es gibt einige Menschen mit denen ich schon immer sprechen wollte aber ein großes Ziel war mal damit Mathias Stolz.
00:48:06: dann habe ich dann Gott sei Dank mit der Folge hundertsechsunddreißig abdenken können.
00:48:11: also eine gute Frage.
00:48:13: Es gibt ja schon einen größeren Ausfall.
00:48:14: aber wenn ich die Möglichkeit hätte Wenn wir spontan eingefallen, ist sicher der Martin Dabo.
00:48:22: Weil der Martin-Dabo ist meiner Meinung nach medial gar nicht so präsent.
00:48:28: Ist aber ein cooles Unternehmen.
00:48:29: Also viele wissen glaube ich gar nicht dass Dabo aus Tirol kommt und macht eine erfolgreiche Werbung.
00:48:35: Kommt dann irgendwie das Marketingherz wieder zum Falschern?
00:48:38: Die machen schon vieles richtig!
00:48:39: Und ich finde es sehr gut, dass sie gar nicht zu medial präsents sind Weil das wirkt der Familie immer sehr geerdet, sehr bodenständig.
00:48:47: Und ich glaube es hängt da einfach mit dem Familienunternehmen zusammen und ich glaube die sind ja auch ein Achtzehnhundert, glaube ich?
00:48:52: Ja, weil sie nicht auswendig, aber sehr erfolgreicher Familienbetrieb definitiv.
00:48:58: Genau, also die ... Es ist eine spannende Familie her und eine spannendes Unternehmen finde
00:49:04: ich.
00:49:05: Also ich glaub da können wir helfen und einen Kontakt herstellen wenn du das möchtest.
00:49:08: Gerne!
00:49:08: Gerne.
00:49:10: Und weil du gerade dieses Thema angesprochen hast dass einige Betriebe nicht oft medial in Erscheinung treten und dass du das alles was Positives empfindest, weil es für die gewisse Werte auch reflektiert.
00:49:25: Kann ich da gerade noch ein Beispiel erzählen?
00:49:28: Im Sommer kamen an die Tiroler Arbeitgeberbetriebe die ersten Briefe vom ORF also von der neuen OBS-Gesellschaft, also quasi die neue GISS, die ersten Priefe mit den Vorschreibungen und große Aufregung.
00:49:46: Ich persönlich finde es auch nicht richtig, dass man zusätzlich zur Haushaltsabgabe auch Betriebe mit Mitarbeitern zusätzlich noch einmal zur Kassapit betätzt.
00:49:55: Pro Standort auch noch Zusätzler?
00:49:57: Pro
00:49:57: Standorte pro Mitarbeiter also gestaffelt nach Lohnsumme bzw.
00:50:01: nach Bemessungskundlage.
00:50:04: Und wir haben uns jetzt als Wirtschaftskammer überlegt Wir gründen eine Streitkasser Also ein bisschen höflicher ausgedrückt, einen Musterprozessfonds wo wir fünf sechs ausgewählte Betriebe begleiten vor Gericht.
00:50:19: Wir übernehmen auch die Kosten von der ersten Behörde bis in die letzte Instanz wenn es sein muss bis zum Verfassungsgerichtshof um erstens um den Betrieben zu zeigen wir kämpfen.
00:50:31: also.
00:50:32: ich weiß nicht mehr von wem das Zitat ist aber irgendjemand hat einmal gesagt they need to see you fighting.
00:50:38: und zweitens weil Ich im Sommer, zwanzig vierundzwanzig mit einigen Betrieben telefoniert hatte die das kritisch gesehen haben.
00:50:50: Wir haben damals auch versucht aufzurufen zu einem ungehorsamen.
00:50:55: also wir haben allen betrieben empfohlen nicht einzahlen Bescheidan fordern ums ganz konkret zu machen.
00:51:01: und der jahr später kamen dann die zweiten bescheide und an den ersten einsprüfen die zweiten vorschreibungen und an die ersten einsprüche die mit denen ich damals telefoniert hatte, die sehr kritisch waren, telefoniert und habe gefragt würde es ihr euch als Musterprozessfall zur Verfügung stellen.
00:51:19: Ich würde das gern
00:51:20: durchfeiten.".
00:51:22: Und die Antwort war dann sehr wertschätzend.
00:51:26: War aber rein?
00:51:27: Ich will nicht in der Zeitung stehen!
00:51:29: Und ich verstehe das vor allem bei Familienbetrieben.
00:51:37: versuchen wir jetzt mit dieser Streitkasse die Aufmerksamkeit vom einzelnen Betrieb wegzukriegen und wirklich als Wirtschaftskammer voranzugehen, damit die Betriebe nicht Angst haben müssen.
00:51:50: Wenn ich in der Zeitung stehe, dann kommt die nächste Behörde nachschauen usw.
00:51:54: Diese Angst können wir nehmen – das versuchen wir nun mit unserer Streit-Kasse!
00:51:59: Das ist gar nicht so öffentlich, oder?
00:52:01: Also die Streitfaser.
00:52:02: Wir fangen erst in den nächsten ein, zwei Wochen an das wirklich laut zu trommeln und auch laut zu kommunizieren – auch als Angebot an unsere Mitglieder.
00:52:11: Immer der Fall, die Fälle, die wir da auswählen müssen natürlich für die ganze Branche dann eine Auswirkung haben und nicht Einzelfälle, aber ich glaube es ist eh klar... Wir haben das letzte Woche immer weiter den Präsidium beschlossen und ab nächster oder übernächste Woche geht dann die Bewerbung los.
00:52:27: Das ist jetzt ein ganz neues Instrument im Sinne von, wir sind deine Kammer!
00:52:35: Wenn du ein Problem hast, dann bitte nimm den Telefonhörer in die Hand und wähl Nullfünf-Ninzig-Nanzig-Füns.
00:52:41: Und wie helfen dir?
00:52:43: Es hat gut dabei.
00:52:45: Genau, bitte telefonen mal merken.
00:52:49: Ich wünsche euch auf jeden Fall alles Gute für die Zukunft.
00:52:51: Ich bin gespannt, wie die Veränderungsprozesse stattfinden, ob es dann auch wieder schneller der Veränderungsprozesse gibt und ich wünschte natürlich dir weiterhin alles Gutes.
00:52:59: Mir wirds freuen.
00:53:00: vielleicht kommt es irgendwann zu einer dritten Folge und dir weiterhin Alles Gute lieber Barbara!
00:53:05: Dankeschön
00:53:06: Danke auch dir Lieber Robert.
00:53:07: Es ist jedes Mal wirklich ein Genuss mit dir zu plaudern.
00:53:10: Die Zeit vergeht.
00:53:12: Das ist unglaublich.
00:53:14: Auch dir alles Gut.
00:53:15: Es ist schön zu sehen Wie sich dein Podcast entwickelt Dass es ihn immer noch gibt, Hut ab dafür.
00:53:22: Hab viele Podcasts kommen und gehen gesehen.
00:53:25: Also großartig wie du das machst!
00:53:28: Und Gasulittle sind deine Little Talks nicht mehr.
00:53:31: Also Spitze gratuliere und gerne eine Wiederholung.
00:53:37: Danke, danke, danke...